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17.06.2026, Lokalredaktion
Die Landesregierung hat in ihrer (heutigen) Kabinettssitzung den Entwurf zur Änderung der Niedersächsischen Verordnung über die Laufbahnen der Laufbahngruppe 2 in der Fachrichtung Bildung (NLVO-Bildung) zur Verbandsbeteiligung freigegeben.
Ziel ist es, den Zugang zum Lehrerberuf zu erleichtern, Verfahren zu vereinfachen und bestehende Regelungen zu aktualisieren. Die NLVO-Bildung regelt in Niedersachsen die Voraussetzungen und Wege für den Zugang zum Lehrerberuf. Sie legt insbesondere fest, welche Qualifikationen erforderlich sind, wie Lehrbefähigungen erworben werden können – etwa über den klassischen Ausbildungsweg oder den Quereinstieg – und unter welchen Bedingungen Abschlüsse anerkannt werden.
Künftig wird klarer geregelt, welche Studienleistungen für den Quereinstieg in den Lehrerberuf anerkannt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Erwerb der Lehrbefähigung zudem beschleunigt werden. Damit reagiert das Land auf den steigenden Bedarf an Lehrkräften. Darüber hinaus wird der Umgang mit Lehrbefähigungen aus anderen Bundesländern erstmals eigenständig geregelt.Zugleich werden die Regelungen zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Lehrqualifikationen weiterentwickelt und systematisiert.
Künftig ist direkt in der NLVO-Bildung geregelt, dass die in einem anderen Bundesland erfolgte Anerkennung einer ausländischen Lehrbefähigung für Niedersachsen übernommen wird. Zudem wird erstmals klar zwischen Anerkennungsverfahren für Qualifikationen aus EU- bzw. EWR-Staaten und den sonstigen Staaten unterschieden und die maßgeblichen Rechtsgrundlagen ausdrücklich benannt. Dies sorgt für mehr Transparenz, beschleunigt Verfahren und erleichtert die berufliche Mobilität.Lehrkräfte im Bereich Fachpraxis müssen zukünftig nicht mehr einen Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweisen.
Aufgrund ihres beruflichen Werdegangs verfügen diese Bewerberinnen und Bewerber in der Regel bereits über entsprechende oder höhere Qualifikationen. Zudem werden nicht mehr benötigte Übergangsvorschriften gestrichen. Dadurch wird das Regelwerk insgesamt übersichtlicher und einfacher anwendbar.
Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont: „Wir öffnen den Lehrerberuf weiter für qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber und stärken zugleich den Quereinstieg. Wer gut ausgebildet ist – ob in Niedersachsen, einem anderen Bundesland oder im Ausland – soll schneller und unbürokratischer in unseren Schulen arbeiten können. Mit diesen Verbesserungen gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf unserem Weg der 1.000 Schritte, um die Unterrichtsversorgung nachhaltig zu sichern und den Lehrkräftemangel wirksam zu bekämpfen.“ (pm/lr)