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31.10.2025, Lokalredaktion
Am Sonntag, 9. November 2025, finden in Nordenham wieder mehrere Mahnwachen an den Stolpersteinen statt, um an die Opfer der Pogromnacht 1938 zu erinnern.
Die Mahnwachen beginnen um 17 Uhr am Salzendeich 19 (Einswarden) und setzen sich an verschiedenen Standorten fort, darunter die Walther-Rathenau-Straße 208 um 17:30 Uhr, sowie ab 17:45 Uhr zeitgleich Hafenstraße 13, Wilhelmstraße 16, Bahnhofstraße 18 sowie Friedrich-Ebert-Straße (LZO Seiteneingang) und Friedrich-Ebert-Straße 14 (OLB).
Die musikalische Begleitung übernehmen Lennox Frische, Schüler der Oberschule Am Luisenhof in Nordenham und sein Musik-Lehrer Eike Harnisch. Zudem freut sich das Bündnis, wenn Teilnehmer der Mahnwachen Kerzen oder ähnliche stimmungsvolle Leuchtmittel zum Gedenken mitbringen.
Alle Mahnwachen werden von Bündnispartnern (DGB/IG Metall, Bündnis 90/Grüne, SPD, Die Linke, WiN, VVN/BdA) durchgeführt. Die zentrale Gedenkveranstaltung wird um 18 Uhr auf dem Marktplatz in Nordenham stattfinden.
Als Redner konnte das Bündnis Dr. Wolfgang Knüll, Bürgermeister Nils Siemen, Lars Christiansen von der Autopflege Nordenham sowie die Nordenhamer Ökumene gewinnen. Zudem wird es eine musikalische Begleitung geben.
Dr. Wolfgang Knüll sorgte 2010 dafür, dass in Nordenham die Stolpersteine verlegt wurden, an denen seit inzwischen zehn Jahren die Mahnwachen abgehalten werden. Lars Christiansen reinigte schon in den vergangenen Jahren mit seiner Firma im Vorfeld der Mahnwachen die Stolpersteine im Stadtgebiet gründlich und wird über seine Motivation berichten. Auch der Initiator der Mahnwachen Nils Humboldt, wird zum zehnjährigen Jubiläum kurz sprechen. Bürgermeister und Ökumene runden die Veranstaltung traditionell ab.
Alle Redner werden an der Mahnwache um 17:45 Uhr vor dem OLB-Gebäude teilnehmen und die dortigen Stolpersteine symbolisch reinigen. Das Bündnis lädt, in Zusammenarbeit mit dem DGB-Wesermarsch, alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, an diesen wichtigen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen, um gemeinsam der Opfer zu gedenken und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Der 9. November 1938 steht als Mahnung für die Gräueltaten der Nationalsozialisten und ihrer Anhänger:innen. Diese Nacht, die als Kristallnacht bekannt ist, markiert einen der dunkelsten Momente in der Geschichte Deutschlands, als in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in ganz Deutschland jüdische Geschäfte, Synagogen und Wohnungen verwüstet wurden. Auch in Nordenham wurden Menschen in der Nacht verhaftet und anschließend deportiert. Diese Gräueltaten waren der Auftakt zur systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa. Das Wissen um die Verbrechen
der Nationalsozialisten und die Erinnerung an die Leiden der Opfer mahnen uns, in unserer freien Gesellschaft entschlossen gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit einzutreten. (pm/lr)
Wann: 09.11.2025, 17:00 Uhr
Wo: An verschiedenen Orten in Nordenham , 26954 Nordenham