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24.09.2026, Lokalredaktion
Demokratie, Gleichstellung und gesellschaftliche Vielfalt stehen im Mittelpunkt einer besonderen Kulturveranstaltung am Donnerstag, 1. Oktober 2026, im Theater Fatale in Nordenham. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Lange Nacht der Demokratie“ laden die Kreisvolkshochschule Wesermarsch, die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Nordenham und des Landkreises Wesermarsch sowie die Koordinationsstelle Migration & Teilhabe des Landkreises Wesermarsch zu einem Poetry-Slam mit ausschließlich weiblichen Künstlerinnen ein.
Die Idee zu der Veranstaltung entstand bei der Kreisvolkshochschule Wesermarsch. Wie Janine Claaßen erläutert, beteiligt sich die Volkshochschule nach einer entsprechenden Initiative des Deutschen Volkshochschul-Verbandes bereits zum zweiten Mal an der „Langen Nacht der Demokratie“ in Niedersachsen. Auf der Suche nach einem passenden Format entstand im Kollegenkreis die Idee eines Poetry-Slams.
„Wir wollten eine Veranstaltung schaffen, die Demokratie auf kreative Weise erlebbar macht“, sagt Janine Claaßen. Schnell sei daraus das Konzept entstanden, ausschließlich Frauen auf die Bühne einzuladen. Gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten und der Koordinationsstelle Migration & Teilhabe wurde die Idee weiterentwickelt und mit den Themen Gleichstellung, Demokratieförderung und Interkulturalität verbunden.
Für Maren Ozanna, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wesermarsch, steht dabei insbesondere die Sichtbarkeit von Frauen im Kulturbereich im Fokus. „Es ist wichtig, Frauen eine Stimme zu geben und unterschiedliche Perspektiven auf die Bühnen zu bringen. So wird deutlich, wie vielfältig und divers unsere Gesellschaft ist“, betont sie.
Inhaltlich wurde den Teilnehmerinnen bewusst viel Freiraum gelassen. Zwar steht das Thema Demokratie im Mittelpunkt, darüber hinaus sollen die Künstlerinnen ihre eigenen Perspektiven und Erfahrungen einbringen. „Wir haben das Thema relativ offen gehalten“, erklärt Karin Windheim, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordenham.
Gleichzeitig wünschen sich die Veranstalterinnen Texte mit gesellschaftlicher und politischer Relevanz. Die Beiträge sollen auf unterhaltsame Weise aktuelle Themen aufgreifen und zum Nachdenken anregen. Dabei können auch Erfahrungen mit Ausgrenzung, Diskriminierung oder Rassismus eine Rolle spielen. Hannah-Sophie Heldberg von der Koordinationsstelle Migration & Teilhabe verweist darauf, dass persönliche Erfahrungen wichtige Impulse für gesellschaftliche Diskussionen liefern können.
Der Abend wird als klassischer Poetry-Slam-Wettbewerb gestaltet. Vier erfahrene Slammerinnen treten in zwei Runden mit jeweils zwei Texten gegeneinander an. Die einzelnen Beiträge dürfen dabei die übliche Fünf-Minuten-Grenze nicht überschreiten. Über die Gewinnerin entscheidet das Publikum selbst. Moderiert wird die Veranstaltung von Annika Blanke aus Oldenburg.
Die Organisatorinnen hoffen, mit dem Format insbesondere auch jüngere Menschen für gesellschaftliche und politische Themen zu begeistern. Gleichzeitig soll die Veranstaltung Mut machen, eigene kreative Ausdrucksformen zu entdecken und sich aktiv in demokratische Diskurse einzubringen.
Für die Veranstalterinnen ist die Kooperation zugleich ein besonderes Signal. „Es ist das erste Mal, dass wir in dieser Form und mit so vielen Partnerinnen gemeinsam eine Veranstaltung auf die Beine stellen“, sagt Janine Claaßen. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen sei es wichtig, kulturelle Räume für demokratischen Austausch und unterschiedliche Stimmen zu schaffen.
Die Veranstalterinnen betonen ausdrücklich, dass sich die Veranstaltung an alle Interessierten richtet. Auch wenn ausschließlich Frauen auf der Bühne stehen werden, sind selbstverständlich Menschen aller Geschlechter als Gäste willkommen. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Wann: 01.10.2026, 19:00 Uhr
Wo: Müllerstraßé 1, 26954 Nordenham