Sie können uns unterstützen

29.07.2026, Lokalredaktion
Aufruf der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten zum Hiroshima-/Nagasaki-Tag 2026
Der 6. und 9. August 2026 markieren ein trauriges Jubiläum: Vor 81 Jahren wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch US-Atombomben in Schutt und Asche gelegt. Hunderttausende Menschen starben entweder sofort oder qualvoll an den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung.
Heute gibt es immer weniger Überlebende der Atombombenabwürfe (Hibakusha genannt), die aus eigener Erfahrung von den unvorstellbaren körperlichen und seelischen Leiden berichten können. Ihre Berichte sind erschütternd – und zugleich ein unermesslich wertvolles Zeugnis gegen das Vergessen. Es liegt nun an uns, ihre Geschichten weiterzutragen, ihr Vermächtnis zu bewahren und die Erinnerung an die atomare Katastrophe lebendig zu halten.
Für uns gilt auch heute: Was damals geschah, darf sich niemals wiederholen. Denn Atomwaffen sind keine Bedrohung von gestern – sie gefährden die Menschheit auch heute in dramatischer Weise. „Hiroshima hat die schreckliche Wirkung von Atomwaffen gezeigt.“, kommentiert Thomas Bartsch, Mitglied des Sprecher:innenkreises der VVN-BdA Niedersachsen.
Warum wir genau jetzt aktiv werden müssen:
- Der Wahnsinn der nuklearen Aufrüstung: Statt aus der Geschichte zu lernen, erleben wir
eine beispiellose nukleare Aufrüstung. Die Atommächte modernisieren ihre Arsenale im
Eiltempo. Die Gefahr eines atomaren Konflikts – ob durch Absicht, Missverständnisse oder
technisches Versagen – ist so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Die
Wissenschaftler*innen des renommierten Bulletin of the Atomic Scientists warnten zu
Jahresanfang: It is now 85 seconds to midnight! - Milliarden für die Zerstörung statt für das Leben: Während weltweit das Geld für
Gesundheit, Bildung und Klimaschutz fehlt, fließen astronomische Summen in die
Vernichtung. Die globalen Ausgaben für nukleare Aufrüstung liegen aktuell bei unfassbaren
3.768 US-Dollar pro Sekunde. Das ist kein Geld für vermeintliche Sicherheit – das ist eine
Fehlinvestition in den Weltuntergang.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und AnƟfaschisten (VVN-BdA), veranstalten am Samstag, 8. August 2026 von 10 bis 13 Uhr, zum Hiroshima-/Nagasaki-Tag 2026 einen Informationsstand in der Nordenhamer Fußgängerzone. (pm/lr)
Wann: 08.08.2026, 10:00 Uhr
Wo: Friedrich-Ebert-Straße (Fußgängerzone), 26954 Nordenham