Sie können uns unterstützen

25.08.2026, Lokalredaktion
Landkreis Wesermarsch beteiligt sich am bundesweiten „Warntag“, am 10. September 2026 – Sirenen und KATWARN-App lösen nur zur Probe aus
Wenn es am kommenden Donnerstag (10. September) vormittags laut wird, dann hat aus Sicht des Katastrophenschutzes alles geklappt. Der Landkreis beteiligt sich am bundesweiten „Warntag“. Ab 11 Uhr werden dann die Sirenen in der gesamten Wesermarsch zur Probe ausgelöst. Es ist der vierte Test dieser Art seit der Einführung des Warntags im Jahr 2020.


„Der bundesweite Warntag dient dem Ziel, die Menschen für Warnungen vor Katastrophen zu sensibilisieren“, sagt Rainer Zon, beim Landkreis zuständig für den Katastrophenschutz. Dies schließt die Vorbereitung auf mögliche Szenarien mit ein. „Viele Menschen hören zwar die Sirenen heulen oder ihr Handy piepen, wüssten aber im Ernstfall gar nicht, was zu tun ist“, so Rainer Zon. Er verweist deshalb auf die Homepage des Landkreises. Auf www.wesermarsch.de ist auf den Seiten des Zivil- und Katastrophenschutzes beschrieben, welche Warnungen es gibt und wie jeder eigenständig für den Notfall vorsorgen kann. Auch die unterschiedlichen Warntöne der Sirenen können auf der Internetseite angehört werden.


Der Probe-Alarm erfolgt am Warntag in zwei Schritten: Um 10 Uhr wird über die KATWARN-App eine Nachricht versendet. Daneben wird durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auch die Funktion „Cell Broadcast“ getestet. Mit der im Jahr 2023 eingeführten Technik können Warnungen an viele Mobilfunkgeräte jüngerer Bauart versendet werden. Gegen 11.00 Uhr heulen dann die Sirenen auf. Zunächst wird für eine Minute ein Dauerton zu hören sein, der „Entwarnung“ bedeutet. Nach einer mehrminütigen Pause erfolgt dann eine auf- und abschwellende Tonfolge, die auch als „Fliegeralarm“ bekannt ist. Abschließend folgt nach einer weiteren ca. fünfminütigen Pause nochmals ein Dauerton zur Entwarnung.


„Es ist bekannt, dass es in ländlichen Gebieten dazu kommen kann, dass einige Sirenen nicht gehört werden. Für diesen Fall hat das Land Niedersachsen und der Landkreis Wesermarsch mobile Sirenen angeschafft, um im Ernstfall genau diese Gebiete anzufahren und die Bevölkerung zu warnen“, erklärt Rainer Zon. Er bittet die Bevölkerung darum, Nachbarn über den anstehenden Probealarm zu informieren. „Wichtig ist, dass auch geflüchtete Menschen aus Kriegsgebieten vorab erfahren, dass es sich in diesem Fall um einen Test handelt und für sie kein Grund zur Sorge besteht.“ (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)