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14.08.2026, Lokalredaktion
Tatvorwurf: gewerbsmäßiger Betrug und Anderes
Dem nunmehr 57-jährigen Angeklagten, einem ehemaligen Vorstand der Elsflether Werft AG, legt die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit drei Anklageschriften die folgenden Sachverhalte zur Last:
Mit Anklageschrift vom 10.06.2022 wirft sie ihm den gewerbsmäßigen Betrug in einem besonders schweren Fall zum Nachteil des Marinearsenals in Wilhelmshaven (MArs) vor. Es sollen durch die Elsflether Werft AG systematisch unzutreffende Abrechnungen fremder Leistungen von Subunternehmen gegenüber dem MArs erfolgt sein, die der Angeklagte trotz Kenntnis im Januar 2018 nicht unterbunden haben soll.
Mit weiterer Anklageschrift vom 02.11.2021 wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Vorteilsgewährung in einem Fall vor. Dem technischen Kostenprüfer des Marinearsenals soll im Jahr 2017 mit Einverständnis des Angeklagten ein Darlehen in Höhe von 400.000 EUR gewährt worden sein. Die Zuwendung an den Kostenprüfer soll geleistet worden sein, um dessen Wohlwollen bei seiner Tätigkeit als Kostenprüfer zu gewinnen.
Mit weiterer Anklageschrift vom 10.12.2021 wird dem ehemaligen Vorstand besonders schwere Untreue, das vorsätzliche unerlaubte Betreiben von Bankgeschäften, die Verletzung von Buchführungspflichten und Insolvenzverschleppung zur Last gelegt.
Ursprünglich war das Verfahren gegen den hiesigen Angeklagten gemeinsam mit weiteren Mitangeklagten und insbesondere einem weiteren Vorstand der Elsflether Werft AG geführt worden. Nach der vorübergehenden Verhandlungsunfähigkeit des hiesigen Angeklagten wurde das Verfahren gegen ihn abgetrennt und wird nunmehr erneut verhandelt.
Fortsetzungstermine: 31.08., 01.09., 08.09., 21.09., 22.09., 28.09., 29.09., 08.10., 09.10., 22.10., 23.10., 29.10., 30.10., 12.11., 13.11., 19.11., 20.11., 26.11., 27.11., 03.12., 04.12., 10.12., 11.12., 17.12., und 18.12.2026 jeweils um 9 Uhr. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)