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15.08.2026, Lokalredaktion
Während der Freisprechungsfeier der Gesellen in der Friedeburg wurde am Donnerstag ein besonderes Jubiläum gewürdigt: Malermeister Rolf von Minden erhielt aus den Händen des Kammerpräsidenten Eckhard Stein die Goldene Ehrenurkunde zum 55‑jährigen Betriebsjubiläum seines in Ovelgönne ansässigen Malerbetriebs.
Geschäftsführer Sven Jochims übergab zunächst das Mikrofon an den Kammerpräsidenten, der die Bedeutung dieses Jubiläums einordnete. Stein blickte auf das Gründungsjahr 1971 zurück – ein Jahr, in dem Willy Brandt Bundeskanzler war und Borussia Mönchengladbach die Deutsche Meisterschaft gewann. „Das Wichtigste für unsere Region im Jahr 1971 war jedoch die Gründung eines Handwerksbetriebs, der bis heute besteht“, betonte Stein.
Er hob hervor, dass ein Unternehmen nur dann über mehr als fünf Jahrzehnte bestehen könne, wenn es sich kontinuierlich weiterentwickle und den Herausforderungen der Zeit stelle. Handwerk sei nachhaltig, beständig und zugleich im Wandel – Eigenschaften, die der Betrieb von Minden seit 55 Jahren vorbildlich verkörpere.
Im Anschluss verlas Stein die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Oldenburg, die am 2. August 2026 unterzeichnet wurde. Sie würdigt das außergewöhnliche Engagement des Malermeisters und die langjährige Bedeutung seines Betriebs für die Region.
Sven Jochims ergänzte die Ehrung um eine besondere Zahl: 60 Auszubildende hat Rolf von Minden seit 1971 erfolgreich ausgebildet – darunter neun junge Frauen. „Und keiner ist durch die Prüfung gefallen“, betonte Rolf von Minden. Dieser bestätigte dies mit sichtbarem Stolz und berichtete, dass er aktuell erneut einen Auszubildenden eingestellt habe, der erst in der vergangenen Woche seine Lehre begonnen hat.
Die Ehrung machte deutlich, wie stark persönliches Engagement, fachliche Qualität und jahrzehntelange Verlässlichkeit das regionale Handwerk prägen. Mit seinem Betrieb und seiner Ausbildungsleistung hat Rolf von Minden einen bedeutenden Beitrag zur Nachwuchssicherung und zur handwerklichen Kultur der Wesermarsch geleistet.
Hintergrund
Der Malereibetrieb Rolf von Minden wurde vor 55 Jahren, am 4. August 1971 in der Vedhuser Chaussee, in Ovelgönne, gegründet und ist seither fest im Herzen der Region verankert.
Ein umfangreiches handwerkliches Angebot
Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet Rolf von Minden, der über viel Kreativität und einen feinen Sinn für Farben verfügt, seinen Privat-, Firmen- und –kunden sowie öffentliche Auftraggeber ein umfassendes Angebot aus sämtlichen Maler-, Tapezier- und Lackiererarbeiten, sowie Altbausanierungen, Fassadenbeschichtungen, Fußboden-, Belags- sowie Restaurationsarbeiten.
Mit Leidenschaft für das Handwerk führt er seitdem seinen Malereibetrieb, der weit über die Grenzen Ovelgönnes hinaus bekannt ist. Dies alles getreu dem Motto „Morgens der Erste, abends der Letzte“.
Dabei bilden Handwerkskunst, Qualität und Zuverlässigkeit seit der Gründung die Säulen des Betriebes. Professionelle Malerarbeiten und moderne Raumgestaltung sowie die Professionalität in der Gesamtheit haben für die Malerei oberste Priorität, während die persönlichen Kundenwünsche und -vorstellungen bei der Planung, Gestaltung und termingerechten Umsetzung im Mittelpunkt stehen. All das hat Rolf von Minden in den fünf Jahrzehnten auch an junge Menschen weitergegeben. 60 Auszubildende haben ihren Abschluss erreicht, darunter auch neun Frauen.
Denkmalgeschützte und historische Gebäude
Ein besonderes Faible hat der Firmeninhaber für historische und denkmalgeschützte Gebäude. In all den Jahren seiner beruflichen Tätigkeit konnte sich der Maler- und Lackierermeister umfangreiche Kenntnisse alter Malertechniken, wie Marmorier- und Schablonierarbeiten aneignen. „Wichtig ist, dass das alte Mauerwerk atmen kann“, unterstreicht Rolf von Minden. Gerade in diesem Bereich ist die Zusammenarbeit mit Vertretern der Denkmalschutzbehörde sehr wichtig. Viele historische Gebäude erstrahlen durch sein Wirken in neuem Glanz. Dazu zählen unter anderem alte Wohnhäuser und Kirchen in der Wesermarsch und im angrenzenden Ammerland. sowie das alte Brauhaus in Großenmeer.
Ein Blick zurück
Malermeister Rolf von Minden führte zu Beginn das Unternehmen als Einmannbetrieb in einer Garage, in seinem ehemaligen Elternhaus, Vedhuser Chaussee 8. Dort baute er 1972 auf den Nebengrundstück, Vedhuser Chaussee 9, das er dann erwarb, eine Werkstatt und einen Lagerraum. Nur ein Jahr später baute er dort ein Wohnhaus. Von hier aus managt er in Eigenregie sein Unternehmen. Der Wirkungsradius der Firma umfasst Ovelgönne, die Wesermarsch und den gesamten niedersächsischen Raum sowie Mecklenburg-Vorpommern.
„Auch wenn es nicht immer Sonnenschein gab, sondern auch trübe und schwere Tage, so haben Lust und Freunde am Beruf diese Schwierigkeiten oft wieder schwinden lassen.“ Und da ihm sein Beruf auch heute immer noch große Freude bereitet, freut sich Rolf von Minden auf die Zukunft. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Kammerpräsident Eckhard Stein, Rolf von Minden und Sven Placküter, Kreishandwerksmeister