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11.12.2025, Lokalredaktion
„Jeder Euro, der in diese Autobahn fließt, fehlt bei der Modernisierung unserer echten Standortfaktoren: Schiene, Hafen, Wasserwege und digitale Infrastruktur“, so Jürgen Janssen, Mitglied im Kreisvorstand.
„Erhalt vor Neubau“ wird praktisch ausgehebelt
Während deutschlandweit Brücken gesperrt werden, Bahnstrecken marode sind und selbst wichtige Wasserwege auf Sanierung warten, sieht der Kreisverband einen Kurswechsel dringend geboten. „Die A20 verschlingt Milliarden, die an anderer Stelle fehlen – hier bei uns in der Wesermarsch, aber genauso in ganz Deutschland“, so Janssen weiter. Die vielzitierte Linie Erhalt vor Neubau verliere angesichts der aktuellen Entscheidung spürbar an Glaubwürdigkeit.
„Verkehrs- und klimapolitisch völlig falsches Signal“
Der Kreisvorstand der GRÜNEN Wesermarsch bewertet die vorgesehene Finanzierungsfreigabe für den ersten Abschnitt der A20 zwischen Westerstede und Jaderberg als verkehrs- und klimapolitisch völlig falsches Signal. In einer Zeit, in der Klimakrise und bröckelnde Infrastruktur sich dramatisch zuspitzen, sei der milliardenteure Neubau einer weiteren Autobahn „nicht vermittelbar und nicht verantwortbar“.
Klimabilanz der A20: „Moorautobahn“ bedroht wertvolle Landschaften
Besonders kritisch sehen die GRÜNEN die geplante Trassenführung durch Moor- und Marschgebiete. Intakte Moore speichern große Mengen CO₂. Ihr Ausbau gilt bundesweit als wichtiger Klimabeitrag. Der Bau der A20 hingegen würde Böden entwässern, zerschneiden und dauerhaft schädigen. Das koste nicht nur Klima, sondern auch Artenvielfalt und regionale Naturwerte.
„Wer heute intakte Moore zerstört, gießt Öl ins Feuer der Klimakrise. Die A20 ist ein Autobahnprojekt aus einer anderen Zeit und sie passt nicht in unsere Zukunft und Gegenwart“, so Karin Janweckle, Mitglied im Kreisvorstand.
Der Weiterbau der A20 hingegen schaffe vor allem eins: mehr Verkehr, mehr CO₂, mehr Belastung.
Klare Forderung aus der Wesermarsch
Die GRÜNEN Wesermarsch appellieren an Bund und Land, die A20-Planungen zu stoppen, die Finanzierungsfreigabe zurückzunehmen und die Mittel stattdessen wirksam in klimafreundliche Mobilität sowie den Abbau des Sanierungsstaus zu investieren. (pm/lr – Foto: Symbolbild)