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05.01.2026, Lokalredaktion
„Die aktuellen Einschränkungen auf der Bahnstrecke über Oldenburg treffen die Menschen und die Wirtschaft im Nordwesten mit voller Wucht. Die Region darf nicht länger ausgebremst werden – wir brauchen jetzt klare Entscheidungen und Tempo beim Neubau der Eisenbahnbrücke“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann aus der Wesermarsch.
Gemeinsam mit ihren SPD-Kolleginnen und -Kollegen aus dem Bezirk Weser-Ems hatte sich Logemann in einem Schreiben an Bahn, Bund und Land gewandt, um den dringenden Handlungsbedarf bei der havarierten Eisenbahn-Klappbrücke über die Hunte in Oldenburg zu unterstreichen. Hintergrund sind massive Einschränkungen auf der zentralen Bahnverbindung Bremen–Oldenburg–Ostfriesland infolge eines strukturellen Schadens an der Brücke. Tausende Pendlerinnen und Pendler, Studierende sowie der Güter- und Fernverkehr sind seit Wochen betroffen.
Nun liegt die Antwort der Bundesregierung vor. Darin wird bestätigt, dass die Deutsche Bahn an einem Beschleunigungskonzept für die Erneuerung der Brücke arbeitet. Gleichzeitig macht das Schreiben deutlich, dass umfangreiche Planungen, Prüfungen und Abstimmungen notwendig sind. Perspektivisch wird ein Neubau ohne Klappfunktion angestrebt, was erhebliche Auswirkungen auf die umliegende Infrastruktur haben kann.
„Es ist richtig und wichtig, dass der Bund den Neubau grundsätzlich anerkennt“, so Logemann. „Aber für unsere Region reicht es nicht, wenn Probleme nur verwaltet werden. Wir brauchen ein klares Bekenntnis zur schnellen Umsetzung, zur Priorisierung des Projekts und zur Bereitstellung der notwendigen Mittel.“
Die SPD-Abgeordneten aus Weser-Ems hatten in ihrem Schreiben unter anderem eine zügige Einleitung des Planungsverfahrens, die Einstufung des Neubaus als besonders dringliches Infrastrukturprojekt sowie eine enge Zusammenarbeit von Bahn, Bund, Land und Region gefordert. Ebenso wichtig seien verlässliche Übergangslösungen, um die verkehrliche Versorgung während der Bau- und Planungsphase sicherzustellen.
„Die Eisenbahnbrücke in Oldenburg ist ein zentrales Nadelöhr für den gesamten Nordwesten – auch für die Wesermarsch, ihre Pendlerinnen und Pendler, ihre Betriebe und ihre Häfen“, betont Logemann. „Deshalb werden wir weiter politischen Druck machen, damit aus Ankündigungen zügig konkrete Schritte werden.“ (pm/lr – Foto: Büro Logemann)