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08.06.2026, Lokalredaktion
Zur geplanten Aufnahme des Wolfs in das Niedersächsische Jagdgesetz (NJagdG) betont der CDU‑Landtagsabgeordnete Björn Thümler (Berne), dass der Vorschlag der Landesregierung zur Aufnahme des Wolfs in das Niedersächsische Jagdgesetz zwar die jüngste Anpassung des Bundesjagdrechts aufgreift, jedoch an entscheidenden Stellen hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, die der Bund eröffnet hat. „Wichtige Fragen eines praxistauglichen Wolfsmanagements bleiben unbeantwortet. Die Landesregierung nutzt die vorhandenen Spielräume zum Schutz der Weidetierhaltung, des Deichschutzes und des ländlichen Raums nicht konsequent.“
Wie Thümler weiter ausführt, hat die CDU‑Fraktion deshalb einen umfassenden Änderungsantrag beschlossen, der zentrale Verbesserungen vorsieht. „Wir schaffen klare Zuständigkeiten, indem die oberste Jagdbehörde nur dort eingreift, wo eine landesweite Steuerung notwendig ist. Gleichzeitig ermöglichen wir ein Optionsmodell, mit dem Aufgaben bei Bedarf von den unteren Jagdbehörden übertragen werden können.“
Mit dem Vorschlag sorge die CDU zudem für ein wirksames Wolfsmanagement. „Wir verankern die gesetzlichen Grundlagen für die maximal zulässige Jagdzeit nach Bundesrecht und ermöglichen notwendige Eingriffe in die Jugendklasse, um die Entwicklung der Wolfspopulation verantwortungsvoll steuern zu können.“
Besonders wichtig sei der Schutz der handelnden Personen. Die Anonymität derjenigen, die an Maßnahmen des Wolfsmanagements beteiligt sind, müsse jederzeit gewährleistet sein. „Darüber hinaus stärken wir die Eigentumsrechte, indem wir sicherstellen, dass es gegenüber dem Bundesjagdgesetz keine zusätzlichen Einschränkungen beim Aneignungsrecht gibt“, so Thümler weiter. Im Bundesjagdgesetz ist geregelt, dass sich Jägerinnen und Jäger bestimmte Tiere aneignen dürfen, also beispielsweise erlegte oder tot aufgefundene Tiere oder Teile davon.
„Wir wollen die Voraussetzungen für ein praxistaugliches Wolfsmanagement schaffen, das die Weidetierhaltung schützt und damit die Akzeptanz des Wolfs in unserer Kulturlandschaft langfristig sichert“, merkt Thümler an. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)