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26.06.2025, Lokalredaktion
„Wir alle wollen und müssen wissen, wo unsere Nahrungsmittel produziert werden, wie das geschieht und vor allem, wie wir mit ihnen umgehen sollten. Nur dann können wir aktive Entscheidungen darüber treffen, wie wir uns ernähren wollen und verstehen, was gesunde und nachhaltige Ernährung bedeutet – und dass gesunde Ernährung auch schmeckt“, betont die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann.

Um dieses Bewusstsein auch in die Schulen und insbesondere in die Schulmensen zu tragen, startet das Land Niedersachsen das Modellprojekt „Schulmensen zu Lernorten“. Ziel ist es, die Verpflegung in den Schulen nicht nur als reine Essensausgabe zu begreifen, sondern als integrativen Bestandteil einer umfassenden Ernährungsbildung.
Noch in diesem Jahr sollen an vier Schulen in Niedersachsen entsprechende Modellprojekte starten. Insgesamt stellt das Land dafür rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Start des neuen Schuljahres beginnt auch das Bewerbungsverfahren.
„Vielleicht passt der einen oder anderen Schule aus der Wesermarsch dieses Projekt besonders in ihre Konzeptplanung. Dann möchte ich sie zur Bewerbung ermutigen. Wir haben hier Bildungseinrichtungen, die sich bereits intensiv mit Fragen rund um gesunde Ernährung, Regionalität und Nachhaltigkeit beschäftigen – ideale Voraussetzungen also für eine Teilnahme am Projekt“, so Logemann weiter.
Träger des Modellprojekts ist der Verband der deutschen Schul- und Kitacaterer e.V. (VDSKC). Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ernährungsministerium, der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen, dem Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen sowie der Hochschule Osnabrück wird das Projekt konzeptionell ausgearbeitet, koordiniert, begleitet und evaluiert.
Teilnehmen können alle Schulen und Schulträger in Niedersachsen mit einem Ganztagsangebot, die ihre bestehende Mensa zu einem pädagogisch begleiteten Lernort weiterentwickeln möchten. Geplant ist die Auswahl von jeweils einer Modellschule in den Regionen Weser-Ems, Braunschweig, Hannover und Lüneburg. Die ausgewählten Standorte erhalten jeweils eine Förderung von bis zu 200.000 Euro für Personal- und Sachkosten.
Das Bewerbungsportal wird nach den Sommerferien auf der Website des VDSKC freigeschaltet. Erste Informationen sind bereits jetzt unter www.lernort-mensa.de verfügbar. (pm/lr)