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06.12.2025, Lokalredaktion
Kommunale Fachlichkeit erhalten – flexible Unterstützung kleinerer Gemeinden sicherstellen
Wesermarsch: In der aktuellen Diskussion um die mögliche Zentralisierung der Sozialämter haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden der Wesermarsch einen gemeinsam getragenen Alternativvorschlag vorgelegt. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit aller Kommunen sicherzustellen und zugleich die bestehenden, bewährten fachlichen Strukturen vor Ort zu erhalten.
Die kommunalen Spitzen verweisen darauf, dass die Aufgaben nach dem Sozialgesetzbuch XII, dem Wohngeldgesetz und dem Asylbewerberleistungsgesetz in den Gemeinden seit vielen Jahren verantwortungsvoll und bürgernah wahrgenommen werden. Insbesondere kleinere Kommunen stehen jedoch angesichts zunehmender Komplexität und des Fachkräftemangels vor Herausforderungen, deren Bewältigung eine abgestimmte Lösung erfordert.
Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister schlagen daher folgenden Weg vor:
– Die Aufgaben verbleiben grundsätzlich bei den Kommunen.
– Können kleinere Gemeinden die Aufgaben nicht mehr leisten, sollen größere Städte und Gemeinden diese übernehmen.
– Der Landkreis soll die hierfür entstehenden Personalkosten ausgleichen.
– Bei Einigung über die Personalkostenerstattung müssen bestehende Heranziehungssatzungen nicht aufgehoben werden.
– Kommt keine Einigung zustande, soll über eine weitere Zentralisierung erneut beraten werden.
Nach Auffassung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bietet dieser Ansatz mehrere Vorteile: Die kommunale Fachlichkeit bleibt vollständig erhalten, erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können in den bekannten Strukturen weiterarbeiten und Bürgerinnen und Bürger behalten wohnortnahe Ansprechpartner. Zudem entfallen für den Landkreis mögliche Kosten für zusätzliche Räumlichkeiten und Infrastruktur an zentralen Standorten.
Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister betonen, dass ihr Vorschlag darauf ausgerichtet ist, sowohl die aktuellen Herausforderungen als auch die langfristige Leistungsfähigkeit der kommunalen Sozialverwaltung im Kreisgebiet zu stärken. Sie sehen darin einen pragmatischen, realistischen und gemeinsam umsetzbaren Weg, um allen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin eine verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung zu gewährleisten. (pm/lr – Foto: Meister/Landkreis Wesermarsch)