Sie können uns unterstützen

04.04.2026, Lokalredaktion
Im April beginnt für viele Hobbygärtner die eigentliche Hauptsaison. Die Natur erwacht sichtbar aus dem Winterschlaf, die ersten warmen Tage locken nach draußen, und im Garten gibt es nun jede Menge zu tun. Wer jetzt aktiv wird, schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Ernte und eine farbenfrohe Blütezeit.
In den Beeten können bereits zahlreiche Gemüsesorten direkt ausgesät werden. Radieschen, Möhren, Spinat, Rote Bete und Zuckererbsen vertragen die noch frischen Temperaturen gut und keimen zuverlässig. Auch frühe Salate lassen sich jetzt problemlos ins Freiland bringen. Wer ein Frühbeet oder ein kleines Kaltgewächshaus besitzt, kann dort Kohlrabi, Mangold oder verschiedene Kräuter setzen. Gleichzeitig läuft im Haus die Voranzucht weiter: Tomaten, Paprika, Zucchini und Kürbis brauchen weiterhin einen warmen, hellen Platz, damit sie kräftig wachsen und später gut anwurzeln.
Auch im Zier- und Nutzgarten stehen wichtige Arbeiten an. Stauden, die über den Winter zurückgefroren sind, können nun geteilt und neu gesetzt werden. Beete profitieren davon, wenn sie gelockert und mit frischem Kompost versorgt werden. Im Obstgarten lohnt es sich, Beerensträucher zu mulchen und Erdbeerpflanzen von altem Laub zu befreien. Apfel- und Birnbäume können noch leicht ausgelichtet werden, sofern es frostfreie Tage gibt. Der Rasen freut sich über eine erste Pflegeeinheit: Moos entfernen, kahle Stellen nachsäen und eine leichte Düngung sorgen für einen guten Start in die Saison.
Wer naturnah gärtnern möchte, findet im April viele Möglichkeiten, Insekten und Bodenleben zu unterstützen. Insektenhotels können jetzt aufgehängt werden, und Frühblüher wie Krokusse oder Narzissen sollten unbedingt stehen bleiben, da sie wichtige Nahrungsquellen darstellen. Eine kleine wilde Ecke im Garten – vielleicht mit Brennnesseln oder Totholz – bietet Lebensraum für zahlreiche Nützlinge. Auch eine Mulchschicht auf den Beeten schützt den Boden vor Austrocknung und fördert die Bodenaktivität.
Für Farbe im Garten sorgen im April vor allem Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Primeln und Vergissmeinnicht. Wer jetzt Sommerblumen wie Ringelblumen oder Kornblumen aussät, kann sich ab Juni über ein buntes Blütenmeer freuen. Gleichzeitig lohnt es sich, einen Blick auf die praktische Seite zu werfen: Regentonnen sollten angeschlossen, Gartenmöbel gereinigt und Hochbeete aufgefüllt werden. Auch der Schneckenschutz sollte vorbereitet werden, bevor die ersten zarten Pflänzchen im Beet stehen.
Die Ernte fällt im April zwar noch überschaubar aus, aber einige frische Zutaten gibt es bereits: Schnittlauch, Rhabarber, Spinat und überwinterter Feldsalat bringen frisches Grün in die Küche. Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch treiben kräftig aus und können schon genutzt werden.
Ein kurzer Blick voraus zeigt, dass der Mai noch arbeitsreicher wird. Nach den Eisheiligen dürfen endlich alle frostempfindlichen Pflanzen ins Freie, und Balkonkästen sowie Gemüsebeete werden dann vollständig bepflanzt. Der April ist also der perfekte Monat, um die Grundlagen zu legen und den Garten auf die kommende Saison vorzubereiten. (Text: Kerstin Seeland, Foto: KI generiert)