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27.03.2026, Lokalredaktion
Der DGB Kreisverband Wesermarsch warnt eindringlich vor politischen Bestrebungen, die kostenlose Mitversicherung von Familienangehörigen in der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen. Eine solche Maßnahme würde Millionen Beschäftigte und ihre Familien finanziell stark belasten und den solidarischen Grundgedanken des Gesundheitssystems schwächen.
„Die kostenlose Familienversicherung ist ein zentrales soziales Sicherungsinstrument. Wer sie infrage stellt, gefährdet den sozialen Zusammenhalt“, erklärt der Kreisverband.
Nach Einschätzung des DGB liegt die aktuelle finanzielle Schieflage der Krankenkassen nicht an fehlenden Einnahmen, sondern vor allem an einer anhaltend hohen Ausgabendynamik. Steigende Kosten im Gesundheitswesen müssten strukturell angegangen werden, statt Versicherte zusätzlich zu belasten.
Der DGB KV Wesermarsch fordert daher:
- keine Abschaffung der kostenlosen Familienmitversicherung
- wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Ausgabendynamik im Gesundheitswesen
- gerechte und solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
„Leistungskürzungen oder zusätzliche Beiträge für Familien sind der falsche Weg. Notwendig sind nachhaltige Reformen auf der Ausgabenseite“, so der DGB weiter.
Der DGB Kreisverband Wesermarsch fordert die politischen Verantwortlichen auf, die soziale Balance im Gesundheitssystem zu wahren und eine weitere Belastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu verhindern. (pm/lr)
Mustafa Dogan (Vorsitzender) und Uwe Peglau (stellv. Vorsitzender) des DGB KV Wesermarsch Wesermarsch