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26.08.2026, Lokalredaktion
Die Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd blickt während der Gesellschafterversammlung, am Dienstagabend, auf ein wirtschaftlich starkes Geschäftsjahr 2025 zurück und präsentiert eine solide Entwicklung in allen wesentlichen Bilanz- und Ertragsbereichen. Besonders hervorzuheben sind deutliche Zuwächse im Kreditgeschäft, steigende Kundeneinlagen sowie eine spürbare Stärkung der Eigenmittelbasis.

Bilanzsumme und Verbundentwicklung
Zum Jahresende 2025 weist die Bank eine Bilanzsumme von 3.287 Mio. Euro aus – ein klarer Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 2.970 Mio. Euro . Im Genossenschaftsverbund Weser‑Ems waren zum gleichen Zeitpunkt 27 Mitgliedsgenossenschaften mit einer gemeinsamen Bilanzsumme von 43,6 Mrd. Euro aktiv .
Auf Bundesebene zeigt sich ein leichter Rückgang der Anzahl der Volks- und Raiffeisenbanken (646 Institute), während die Beschäftigtenzahl dennoch stieg: 140.000 Mitarbeitende gegenüber 137.000 im Vorjahr – ein Plus von 3.000 Beschäftigten .
Kreditgeschäft: Wachstum von 21 %
Das Kreditvolumen der Bank wuchs im Jahr 2025 um 410 Mio. Euro, was einem deutlichen Wachstum von rund 21 % entspricht . Die Kreditvergabe verteilt sich auf:
- 53 % Privatkundengeschäft (insbesondere Wohnungsbaufinanzierungen)
- 47 % Firmen- und Landwirtschaftsbereich
Für 2026 plant die Bank ein moderateres Kreditwachstum von rund 3 %, unter anderem aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen durch die CRR‑3‑Richtlinie, die eine höhere Eigenkapitalunterlegung verlangt.
Kundeneinlagen: Plus von rund 10 %
Auch auf der Passivseite zeigt sich eine starke Entwicklung: Die Kundeneinlagen stiegen um rund 10 % – ein Zeichen für hohes Kundenvertrauen und marktgerechte Verzinsung der Einlagenprodukte . Zudem ist ein Trend erkennbar: weg von kurzfristigen Tagesgeldformen hin zu Termin- und Festgeldanlagen.
Verbundvolumen und Wertpapiergeschäft
Das betreute Gesamtvolumen im Verbund – inklusive Union Investment, Bausparguthaben und weiterer Produkte – stieg um rund 66–70 Mio. Euro . Im Wertpapierbereich verzeichnete die Bank ein Wachstum der Vermögenswerte um 7 % .
Eigenmittel: Stärkung auf 43,2 Mio. Euro
Die Eigenmittel der Bank betragen zum Jahresende 2025 43,2 Mio. Euro . Besonders hervorzuheben ist eine Umwidmung stiller Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die nun offen im Fonds für allgemeine Bankrisiken ausgewiesen werden. Dadurch wird die Eigenkapitalbasis sichtbar gestärkt. Zusätzlich wurden 1 Mio. Euro aus dem laufenden Ergebnis zugeführt .
Der Bilanzgewinn liegt bei 511.800 Euro und soll wie im Vorjahr mit einer Dividende von 6 % ausgeschüttet werden. Weitere 180.000 Euro sollen der gesetzlichen Rücklage und 176.712 Euro anderen Rücklagen zugeführt werden.
Ausblick 2026: Weiter verbesserte Ertragslage
Die Vorschaurechnung zeigt eine positive Entwicklung:
- +600.000 Euro im Zinsüberschuss
- +142.000 Euro im Provisionsüberschuss
- –120.000 Euro Verwaltungsaufwand → Gesamtsteigerung des Rohüberschusses um 740.000 Euro
Das Betriebsergebnis verbessert sich damit um 840.000 Euro und erreicht voraussichtlich 1,25 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (Vorjahr: 1,03 %) . Nach aktuellem Stand wird 2026 noch besser verlaufen als 2025.
Engagement und regionale Förderung
Die Bank hat 27.495,60 Euro an 19 Vereine und Organisationen der Wesermarsch ausgeschüttet. Die Mittel flossen u. a. in:
- 8.000 Euro für Feuerwehr & Katastrophenschutz
- 3.289 Euro für Kinder und Jugend
- 12.000 Euro für Kultur
- 4.300 Euro für Sport
Modernisierung und Zukunftsausrichtung
Die Bank investiert in den Umbau der Hauptstelle, in der Weserstraße, schafft neue Beratungsräume und optimiert Flächen für zusätzliche Mitarbeitende. Ziel ist eine moderne, kundenorientierte „Wohlfühlbank“ mit verbesserten Service- und Aufenthaltsbereichen. (Text: Kerstin Seeland, Fotos: Raiffeisenbank)
Titelfoto: Der Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd