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27.02.2026, Lokalredaktion
Der internationale Welteisbärentag am 27. Februar lenkt weltweit den Blick auf eine Tierart, die wie kaum eine andere für die Folgen des Klimawandels steht. Der Aktionstag wurde Mitte der 2000er‑Jahre von nordamerikanischen Zoos und Artenschutzorganisationen ins Leben gerufen und hat sich seither zu einem festen Termin im globalen Umweltkalender entwickelt. Er macht darauf aufmerksam, wie stark der Eisbär – das größte an Land lebende Raubtier der Erde – vom Erhalt seines arktischen Lebensraums abhängig ist. Das Meereis, auf dem er jagt, sich fortpflanzt und weite Strecken zurücklegt, schwindet durch die Erderwärmung immer schneller. Für die Tiere bedeutet das weniger Nahrung, längere Wanderwege und sinkende Überlebenschancen.
Der Eisbär ist perfekt an die extremen Bedingungen der Arktis angepasst: Sein transparentes Fell über dunkler Haut, eine dicke Fettschicht und kräftige Gliedmaßen ermöglichen ihm das Leben auf Eis und im Wasser. Hauptsächlich jagt er Ringel- und Bartrobben, die er an Atemlöchern im Eis überrascht. Doch die Jagdzeiten verkürzen sich, weil das Eis früher schmilzt und später zufriert. Wissenschaftliche Schätzungen gehen heute von rund 22.000 bis 32.000 Eisbären weltweit aus – eine Zahl, die angesichts der rasanten Veränderungen in der Arktis zunehmend unter Druck gerät.
Rund um den Welteisbärentag informieren Zoos, Umweltverbände und Bildungseinrichtungen über die ökologische Bedeutung der Arktis und die Bedrohung der Eisbären. Führungen, Vorträge, besondere Fütterungen und Spendenaktionen sollen verdeutlichen, wie eng das Schicksal dieser Tierart mit globalen Klimaveränderungen verknüpft ist. Der Tag steht damit exemplarisch für die Frage, wie menschliches Handeln die Zukunft ganzer Ökosysteme beeinflusst – und welche Verantwortung die Gesellschaft für deren Schutz trägt.
Wer solch einen Eisbären einmal aus der Nähe anschauen möchte, hat dazu im Zoo am Meer, in Bremerhaven Gelegenheit. (pm/lr – Foto: KI generiert)