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06.02.2026, Lokalredaktion
Angesichts extremer Witterungsbedingungen und akuter Glatteisgefahr stößt der aktuelle Streik im öffentlichen Dienst weiterhin auf massives Unverständnis bei der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch und der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK). Wenn ein Streik auch den Winterdienst umfasst, werden Wirtschaft und Bevölkerung unnötigen Risiken ausgesetzt, so die Kritik.
„Wir stellen das Streikrecht ausdrücklich nicht infrage“, betonen Sven Jochims von der Kreishandwerkerschaft Wesermarsch und Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer für Verkehr. „Aber bei extremen Wetterlagen darf die Sicherheit im Straßenverkehr kein Druckmittel des Arbeitskampfes sein.“ Gerade der öffentliche Dienst trage eine besondere Verantwortung. Bei außergewöhnlichen Gefahrenlagen müssten Arbeitskampfmaßnahmen ausgesetzt oder zumindest stark eingeschränkt werden. Die Folgen treffen alle, die auf funktionierende Infrastruktur angewiesen sind.
„Wer bei Glatteis Straßen nicht räumt oder den Verkehr lahmlegt, nimmt Unfälle billigend in Kauf. Das kann nicht im Sinne der Streikenden sein und schadet letztlich auch der Akzeptanz ihrer berechtigten Anliegen“, betont Jochims. „Auch die Bestreikung von kritischer Infrastruktur, wie diese Woche erneut beim Wesertunnel ist aus Sicht der betroffenen Wirtschaft absolut unverhältnismäßig“, ergänzt Jahn. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)