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27.02.2026, Lokalredaktion
Konkrete Zahlen liegen der Oldenburgischen IHK noch nicht vor
Zu den jüngsten Zoll-Kapriolen der USA und deren Folgen liegen der Oldenburgischen IHK derzeit noch keine belastbaren Erfahrungswerte aus den Unternehmen vor. Noch ist unklar, welche Betriebe besonders betroffen sind und welche von der aktuellen Entwicklung möglicherweise sogar profitieren könnten. Fest
steht jedoch: „Das vergangene Jahr hat unsere Unternehmen insgesamt vor große Herausforderungen gestellt, da bis zum Abschluss des EU-US-Deals keine langfristige Planung möglich war“, sagt Anna-Daniela Arians, IHK-Referentin für den Bereich Import, Export und Zoll. „Die Verunsicherung ist bei allen Beteiligten groß.“
Nach wie vor bestehen die sektoralen Zölle fort, was insbesondere den Maschinenbau mit US-Geschäft im Oldenburger Land trifft. „Insgesamt sind die Unternehmen im US-Geschäft vorsichtiger geworden. Die Planungssicherheit fehlte lange Zeit – und sie fehlt nun erneut.“ Wo es möglich ist, versuchen die Unternehmen daher, ihre Aktivitäten in anderen Märkten zu verstärken. Die geplanten Freihandelsabkommen mit Indien und dem Mercosur-Raum könnten hierfür eine wichtige Voraussetzung
schaffen und den Marktzugang erleichtern.
Zwar heißt es derzeit aus den USA, dass die geschlossenen Vereinbarungen weiterhin Bestand haben und sich für die EU nach Darstellung der US-Seite nichts ändere. Dennoch lässt die EU nun prüfen, ob der Deal unter den veränderten Rahmenbedingungen überhaupt noch ratifiziert werden kann. „Die Grundlage des Deals waren schließlich die inzwischen für rechtswidrig erklärten länderbezogenen Zölle auf Basis des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA)“, sagt Arians. (pm/lr)