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22.01.2026, Lokalredaktion
Es sind zahlreiche Themen, die zwar angeschoben wurden, die es aber weiter zu gestalten gilt. Und gestalten will Jan Müller. Genau deshalb hat sich der 64-jährige Braker Unternehmer zum zweiten Mal für das Amt des Präsidenten bei der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer beworben. Und er hat in den vergangenen vier Jahren offenbar eine ganze Menge richtig gemacht, denn bei der konstituierenden Vollversammlung am vergangenen Dienstag sprachen ihm alte wie neue Mitglieder einstimmig das Vertrauen aus und wählten ihn zu ihrem Präsidenten.
Ein Amt, das Müller „mit vollem Herzen“ ausfüllt. Schließlich investiert der Geschäftsmann bereits heute rund 50 Prozent seiner Arbeitszeit in das Ehrenamt – hinzu kommen noch einmal rund 40 Prozent Privatzeit, die ebenfalls für die Erfüllung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit fließen. „Das geht nur, wenn der Betrieb und die Familie es mittragen“, sagte Müller. Warum ist ihm diese Aufgabe so wichtig? Es ist besagte Mitgestaltung. „Ich will daran mitwirken, dass wir gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft schaffen. Die Kammer kann nicht alles, aber sie kann den Finger in die Wunde legen, damit wir die Wirtschaft weiter nach vorne bringen.“
Schon jetzt sind Erfolge wie die positive Standortvermarktung, etwa durch das Powerhouse Nord, zu erkennen. Stark aufgestellt ist der Bezirk außerdem im Süden durch die Agrar- und Ernährungsindustrie und im Norden bei den immer wichtiger werdenden Energie- und Defence-Themen. Damit die Positionierung in diesen Bereichen weiterhin gelingt, sei es wichtig, die Industrie und Handel sichtbar und hörbar zu machen. Durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und die Mitarbeit der ehrenamtlichen Vollversammlungsmitglieder in Beiräten und Arbeitskreisen.
Mitarbeit, das ist auch das zentrale Stichwort für Jan Müller. Er hat sich für seine kommende Amtszeit zentrale Themen auf die Agenda geschrieben. Neben dem Ende des vergangenen Jahres beschlossenen Teilneubau am IHK-Standort in Oldenburg, dem Haus der Wirtschaft, der 2029 fertiggestellt werden soll, ist es vor allem die duale Ausbildung, die Müller als „Kern-DNA der Wirtschaft“ stärken möchte. „Es kann uns nicht recht sein, wenn die Ausbildungsverträge um zwei Prozent zurückgehen.“
Daneben ist es das Thema Infrastruktur, das Müller seit jeher ein zentrales Anliegen ist. Der Bau der Autobahn 20, die neue Eisenbahnbrücke in Oldenburg, aber auch der Ausbau der Bundesstraße E322 sind nur einige der Projekte, die Müller in den kommenden Jahren weiter vorantreiben möchte.
Zudem sind Wissenschaft und Innovation Schwerpunktthemen des Brakers. Die Wissenschaftsstandorte der Oldenburgischen IHK in Wilhelmshaven, Oldenburg und Vechta auszubauen und zu stärken hat er sich ebenfalls als Ziel gesetzt. „Zudem müssen wir mehr für die Gründung tun“, appellierte er an das Plenum.
Das Plenum stellte Müller mit einem ebenfalls deutlichen Votum ein versiertes Präsidium an die Seite. Dazu zählt die neu gewählte Nicole Harms von der MSH GmbH aus Rastede. Außerdem ist es ein bereits aus der vorherigen Wahlperiode eingespieltes Team aus Maike Kuhnt (Friedrich Kuhnt GmbH, Oldenburg), Dr. Jutta Middendorf-Bergmann (Ludwig Bergmann GmbH, Goldenstedt), Olaf Hemker, (Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg), Tom Nietiedt (Nietiedt Verwaltungs-GmbH, Wilhelmshaven), Stefan Schnier (J.H. Tönnjes E.A.S.T. Beteiligungs GmbH, Delmenhorst) und Felix Thalmann (Büfa GmbH & Co. KG, Oldenburg). Sie wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Wandel mitgestalten und die Leistungsfähigkeit und Vielfalt der Wirtschaft im Oldenburger Land in den Fokus rücken.
Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich – von links: Jan Müller, Dr. Jutta Middendorf-Bergmann, Nicole Harms, Maike Kuhnt, Stefan Schnier und Tom Nietiedt. Es fehlt: Olaf Hemker.