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13.09.2026, Lokalredaktion
„Die angekündigte Unterstützung ist ein wichtiges und richtiges Signal für unsere Fischerinnen und Fischer. Gerade angesichts der massiv gestiegenen Dieselpreise brauchen unsere Betriebe jetzt Entlastung und vor allem Planungssicherheit. Die Fischerei steht ohnehin vor großen Herausforderungen – deshalb ist es gut, dass der Bund hier kurzfristig handelt und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Fischereibetriebe stärkt.“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann.
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützt die deutsche Fischerei mit einer millionenschweren Krisenmaßnahme. Fischerinnen und Fischer an Nord- und Ostsee können ab dem kommenden Montag Betriebsbeihilfen von bis zu 50.000 Euro beantragen. Die Förderung wird rückwirkend für den Zeitraum vom 1. März bis zum 23. Juli 2026 gewährt und soll die erheblichen Energiepreissteigerungen infolge der Krise am Golf abfedern.
Insgesamt stehen dafür bis zu 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Unterstützung wird als Pauschale je Fahrzeug gewährt und entspricht 0,21 Euro je Liter Diesel im förderfähigen Zeitraum. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus Einnahmen des Windenergie-auf-SeeGesetzes (WindSeeG), die dem Bundesministerium unter anderem für Fischereistrukturmaßnahmen zur Verfügung stehen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) setzt die Maßnahme um; die Auszahlung der Beihilfen soll bis Ende 2026 erfolgen.
„Für die Fischerei sind die gestiegenen Energiekosten eine erhebliche Belastung. Gerade unsere Betriebe an der Küste können solchen Preissprüngen nicht einfach ausweichen. Die jetzt vorgesehene Unterstützung kann deshalb konkret dabei helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzufedern“, so Logemann.
Die Maßnahme richtet sich an Unternehmen der Seefischerei und Meeresaquakultur im Haupterwerb an der deutschen Nord- und Ostsee. Gleichzeitig kündigt das BMLEH an, den Erstattungszeitraum möglichst zu verlängern und hierzu mit der Europäischen Kommission im Gespräch zu sein.
Für Karin Logemann ist dabei entscheidend, dass die Unterstützung nicht als einmalige Maßnahme betrachtet wird. „Unsere Fischerei braucht Verlässlichkeit und faire Wettbewerbsbedingungen. Die heutige Entscheidung ist dafür ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig müssen wir weiter daran arbeiten, dass die Fischerei auch langfristig eine Zukunft an unserer Küste hat – als Wirtschaftsfaktor, als Arbeitgeber und als Teil unserer regionalen Identität.“ (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)