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27.07.2026, Lokalredaktion
Hans Francksen, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und Mitglied der „Arbeitsgruppe Gesundheit 2040“ verwahrt sich gegen die vom Frauennetzwerk Wesermarsch vorgebrachten Kritiken und deren Forderungen auf Beteiligung in der Gremienarbeit des Kreistages. „Bevor man sich öffentlich empört, wären sicherlich vorab saubere Recherchen oder Erkundigungen beim Fachressort im Kreisamt oder bei den Fraktionen hilfreich gewesen“. Den Behauptungen des Frauennetzwerks stehen folgende Fakten entgegen:
- An der Sitzung der ArGr am 21.7. nahmen, entgegen anderslautender Behauptungen, neben den gewählten männlichen Vertretern 3 Frauen teil.
- Die 7 zu Beginn der Wahlperiode von den Fraktionen in die ArGr entsandten Männer, übrigens mit dem Votum aller Frauen, haben teils unter Hinzuziehung von Experten auf verschiedene Szenarien adäquate Handlungsempfehlungen erarbeitet.
- Auf dieser Basis erfolgen dann erst politische Debatten im „Ausschuss für Soziales und Gesundheit“, begleitet von beigeordneten Personen aus den Sozialverbänden. Etwaige Handlungsempfehlungen werden an den Kreisausschuss und an den Kreistag zur Entscheidung weitergeleitet. In diesen drei Gremien sind jeweils weibliche Abgeordnete mit Stimmrechten vertreten.
- Für das erst im Juni 2026 gegründete Frauennetzwerk Wesermarsch gibt es für die geforderten Beteiligungen an den Gremiensitzungen keine Legitimation.
- Speziell nach Schließungsverkündung durch St.Bernhard hat die durch ihre Arbeit gut präparierte ArGr sofort reagiert, Dialoge eingeleitet und eine Sondersitzung der ArGr für den 21. Juli anberaumt.
- Daneben wurden die aktuellen Unsicherheiten um die Zukunft der Geburtenhilfe, Gynäkologie und Frauenheilkunde an der Vareler „Restklinik“ zum Anlass genommen, diese im Gesamtkontext der Neuausrichtung zur Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch zu bewerten und hieraus Lösungsansätze für unsere Region zu erschließen.
Fazit: Wir als involvierte Kreispolitiker haben uns trotz Ferien auf den Weg gemacht, um vor allem mit Blick auf die betroffene Belegschaft am Braker Hospital für die Zukunft zeitnah Weichen für eine moderne Zukunftsstruktur für die Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch zu stellen. Wie man denn auch die Forderungen und Kritiken des Frauennetzwerks auch einordnen mag: Grundsatzdebatten über etwaige, nach meinem Empfinden doch eher subjektiv empfundenen Benachteiligungen von Frauenrechten, können wir gerne zu einem späteren Zeitpunkt führen. (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)
Hans Francksen
Vorsitzender der Kreistagsfraktion