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03.04.2026, Lokalredaktion
Das Schullandheim Torfhaus hat sich erneut als attraktiver Ausbildungsort für die Jugendleiter-Ausbildung der Sportjugend Wesermarsch herausgestellt. Sportlich, kreativ und aktionsreich ging es bei dieser 7-tägigen Veranstaltung, während der ersten Woche der Osterferien, zu, an der insgesamt elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Sportvereinen und einer Jugendfeuerwehr dabei waren.
Auch nach der Neukonzeption der Jugendleiter-Ausbildung, seit Anfang des Jahres 2026, sind bei der Sportjugend weiterhin 60 Lerneinheiten à 45 Minuten erforderlich, um in den Besitz der begehrten Jugendleiter-Card zu kommen. „Sieben Tage Sport, Spiel, Tanz und Spaß“ so die Inhalte der Jugendleiter-Ausbildung der Sportjugend Wesermarsch. Das Lehrgangsteam mit Siegfried Gaida, Johanna Warnken, Anna Brödje, Norma Oberegger und Marta Schumm von der Sportjugend Wesermarsch haben den Teilnehmer die Lerninhalte in Theorie und Praxis vermittelt.
Unter anderem wurden folgende Inhalte behandelt:
- Rolle einer Jugendleitung (Aufgaben, Funktionen, Grenzen)
- Befähigung zur Leitung von Gruppen (z. B. Vermittlung von Gruppenpädagogik in Theorie und Praxis, Planung und Durchführung von Aktivitäten anhand von praktischen Beispielen)
- Ziele, Methoden und Aufgaben der Kinder- und Jugendarbeit (z. B. rechtliche und organisatorische Grundlagen der Kinder- und Jugendarbeit, Methodenkompetenz, Medienkompetenz, Demokratiebildung, Mitbestimmung und Partizipation, Teilhabe und Diversität, Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit)
- rechtliche und organisatorische Themen der Kinder- und Jugendarbeit (z. B. Aufsichts- und Fürsorgepflicht, Datenschutz, Urheberrecht, Versicherungsfragen)
- psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (z. B. Entwicklungspsychologie bei Kindern und Jugendlichen
- Gefährdungstatbestände des Jugendalters und Fragen des Kinder- und Jugendschutzes
- Prävention vor sexualisierter Gewalt und Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen in der Kinder- und Jugendarbeit.
ZU den Themen „Was sollten die Inhalte eines Verhaltens- oder Ehrenkodex sein und was bedeutet ein Schutzkonzept für einen Verein?“ hat die Referentin und Kindheitswissenschaftlerin Johanna Warnken, sehr viel beitragen können.
Der weiter rasante Anstieg des Extremismus und Radikalismus, auch im Sport, hat alle Teilnehmer sehr bewegt. Das von der Referentin Anna Brödje behandelte Thema mit Beispielen aus der gesamten Sportwelt es Landes zeigte deutlich auf, dass dringender Handlungsbedarf besteht.
Aber auch die Planung einer Ferienfreizeit stand auf dem Programm. Hier haben alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit Erstaunen feststellen müssen, dass dies nicht einfach ‚aus dem Ärmel geschüttelt‘ wird, sondern eine lange und durchdachte Vorbereitungszeit braucht. Und für Jugenderholungsmaßnahmen werden immer noch Zuschüsse gewährt. Auch die Sportjugend Niedersachsen hat ein neues Förderprogramm für Sportvereine aufgestellt. Infos sind auf deren Homepage (https://www.sportjugend-nds.de ) unter “Sportjugend Niedersachsen bewegt was!“ zu finden.
Der Sportbereich, der einen wichtigen Teil dieser Ausbildung eingenommen hat, wurde von den Referentinnen Marta Schumm und Norma Oberegger sowohl in der kleinen Turnhalle als auch draußen, bei schönstem Wetter, und auch in dem angrenzenden Wald vermittelt. „Spielen lernt man durch spielen“ war das gesamte Thema. Mit einfachen Aufwärmspielen wurde gestartet und am Ende „große“ Spiele auf der Wiese vor dem Schullandheim gespielt. Natürlich ging es auch um Spielregeln, Variationsmöglichkeiten bis hin zur eigenen Erklärung und Durchführung eines Spiels.
Am Ende dieser Ausbildung wurde nochmals zurückgeblickt und das Erlernte mit einem Wissenstest abgeschlossen. Als qualifizierte Jugendleiterinnen stehen ab sofort folgende Mitarbeitende mit Rat und Tat zur Verfügung: Emely Bruns (Schützenverein Weserdeich), Mattea Focke (SV Brake) Charlotte Rüther (SV Nordenham) und Fabian Weidemanns (Jugendfeuerwehr Elsfleth). Die Sportlerinnen und Sportler Sanja Giertz und Levke Hoffmann (beide SV Nordenham), Amelie Wüllner und Katharina Röckel (Elsflether TB), Jette König (Nordenhamer Reitclub), Naomi Ostendorf (SV Brake) und Timon Grimm (TV Stollhamm) haben zwar auch die Jugendleiter-Ausbildung mit Erfolg bestanden, erhalten aber ihre Jugendleiter-Card erst mit Vollendung ihres 16. Geburtstags oder aber nach Vorlage der erforderlichen Erste-Hilfe-Bescheinigung.
Mit dieser Jugendleiter-Ausbildung besteht für alle die Möglichkeit, eine Übungsleiter (ÜL)-Ausbildung verkürzt durchzuführen. Der Landessportbund Niedersachsen erkennt diese Ausbildung als einen Teil der ÜL-Ausbildung an.
Im Jahr 2027 ist eine einwöchige Jugendleiter-Ausbildung für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 16 Jahre (mit Ausnahme schon ab 15 Jahre) in der ersten Woche der Osterferien, von Freitag, 19. – Gründonnerstag, 25. April geplant. Für junge Berufstätige ist – auf Antrag – die Gewährung von Bildungsurlaub möglich. Ziel ist wieder das Schullandheim Torfhaus, im Oberharz. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Wer jetzt schon weiß, dass er/sie mitmachen möchte, kann sich ab sofort beim Bildungsreferent der Sportjugend Wesermarsch, Siegfried Gaida (Tel.: 04731-5457), anmelden. Der Anmeldeschluss ist aus organisatorischen Gründen der 30. November 2026. (pm/lr – Foto: Sportjugend)