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20.06.2026, Lokalredaktion
Landrat Stephan Siefken stellt nach der Berichterstattung über die Vorstellung der Kurzform des Klimaschutzkonzepts klar: „Aufgrund der Berichterstattung zum Klimaschutzkonzept und vermeidlichen Zielen einer Reduzierung des Tierbestandes bin ich als Landrat in den letzten Tagen von einigen besorgten Landwirten angesprochen worden. Darum ist es mir wichtig, zu betonen: Die aufgeführten Maßnahmenvorschläge zur Reduktion von Treibhausgasemissionen ergeben sich aus der Systematik eines solchen Konzeptes.
In diesem sind Bilanzen aller Quellen und mögliche Reduktionen aufzuführen. Neben privaten Haushalten, Verkehr und Industrie demnach auch der Bereich der Landwirtschaft. In diesem Kontext ist daher bewusst gleichzeitig die Leistung und Bedeutung der Landwirtschaft in der Wesermarsch benannt worden. Eine Vorgabe zur Reduzierung des Tierbestandes gibt es für die Wesermarsch als bedeutende Grünlandregion nicht. Dafür bietet das Konzept keinen Anlass und keine Begründung. Dies wäre nicht nur schädlich für die Sicherung der Lebensmittelproduktion, sondern würde gleichzeitig auch dem Natur- und Artenschutz im Grünland zum Nachteil gereichen.
Wie bei allen relevanten Maßnahmen in diesem Bereich oder in der Moorentwicklung plant die Kreisverwaltung auch beim Klimaschutz diese stets im Dialog mit der Landwirtschaft, sodass sie dann gemeinsam umgesetzt werden können. So haben wir das in den letzten Jahren auf vielen Feldern sehr erfolgreich betrieben und daher soll es auf diese Weise entsprechend weitergeführt werden. Ich weiß um den Beitrag, den unsere Landwirtinnen und Landwirte bereits heute mit vielfältigen Maßnahmen für den Klimaschutz leisten.“ (pm/lr – Foto: Bahlo)