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11.06.2026, Lokalredaktion
„Viele ältere Einfamilienhausgebiete in unserer Region bieten enormes Potenzial – für bezahlbaren Wohnraum, für lebendige Nachbarschaften und für mehr Klimaschutz. Ich freue mich, dass das Land Niedersachsen nun gezielt Unterstützung für unsere Kommunen bereitstellt, um diese Chancen zu nutzen“, so Karin Logemann, SPD-Landtagsabgeordnete aus der Wesermarsch.
Das niedersächsische Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau einer landesweiten Beratungs- und Koordinierungsstelle, die Kommunen dabei helfen soll, die Potenziale älterer Einfamilienhausgebiete – insbesondere aus den 1950er bis 1980er Jahren – für eine nachhaltige Wohnraumentwicklung zu erschließen. Das Projekt „Perspektive EFH“, dessen Träger das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen. ist, wird vom Land mit 160.000 Euro über drei Jahre gefördert.
Hintergrund des Projekts ist die Tatsache, dass viele Einfamilienhäuser in Niedersachsen heute untergenutzt sind, etwa wenn Kinder ausgezogen sind oder nach dem Verlust eines Partners nur noch eine Person das Haus bewohnt. Gleichzeitig mangelt es an bezahlbarem Wohnraum sowie an Wohnformen, die den Anforderungen des demografischen Wandels, sozialen Bedürfnissen und Klimaschutzzielen gerecht werden. „Gerade in der Wesermarsch kennen wir diese Situation aus vielen Orten“, betont Logemann. „Dieses Beratungsangebot kann unseren Gemeinden helfen, kluge Antworten auf diese Herausforderungen zu finden.“
Die neue Beratungsstelle soll Kommunen dabei unterstützen, wohnungspolitische Strategien zu entwickeln, Umbaupotenziale auszuschöpfen und soziale Nachbarschaften zu stärken. Geplant sind Informationsmaterialien, Arbeitshilfen, Fachveranstaltungen, Workshops und Exkursionen. Darüber hinaus wird ein landesweites Netzwerk für Kommunen aufgebaut sowie eine Wanderausstellung unter dem Titel „Neue Perspektiven für Einfamilienhäuser“ entwickelt.
Interessierte Kommunen können sich direkt an das FORUM Gemeinschaftliches Wohnen, Hildesheimer Straße 15, 30169 Hannover, wenden. Ansprechpartnerin ist Dr. Romy Reimer (Geschäftsführung), erreichbar unter Tel. 0511-165910-40 oder per E-Mail an r.reimer@fgw-ev.de. (pm/lr – Foto: Büro Logemann)