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17.03.2026, Lokalredaktion
Landrat Stephan Siefken informierte die Kreistagsmitglieder, dass das Land Niedersachsen den Haushalt des Landkreises für dieses Jahr genehmigt hat. „Somit ist die haushaltslose Zeit beendet – ein Zeichen für solide und verantwortungsvolle Arbeit von Kreistag und Verwaltung.“
Zudem berichtete er, dass Niedersachsen und Bremen sich gemeinsam dafür einsetzen, beide Abschnitte der B212n mit hoher Priorität in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Ziel ist eine verbesserte Anbindung der Wesermarsch an Bremen und Delmenhorst – ein zentraler Faktor für Logistik, Industrie und regionale Entwicklung. Auch beim Neubau der Huntebrücke in Elsfleth gibt es Fortschritte, jedoch verzögert ein erneuter Nachprüfungsantrag des Bundeskartellamts das Verfahren und gefährdet den Zeitplan.
Der außergewöhnlich harte Winter stellte Infrastruktur und Verwaltung vor große Belastungen. Besonders die Entscheidungen zu Schulausfällen wurden unter dem Grundsatz „Sicherheit vor Stundenplan“ verantwortungsvoll getroffen. Der Landrat dankte allen beteiligten Stellen für ihren Einsatz.
Aus einem geplanten Thementag wurde eine ganze Kinderschutz-Woche mit sieben Veranstaltungen. Über 300 Fachkräfte aus Jugendhilfe, Bildung, Medizin und Justiz nahmen teil – ein starkes Zeichen für das Engagement im Kinderschutz.
Der Landkreis sicherte zu, dass auch in den kommenden vier Jahren die Kreistagssitzungen live über verschiedene Kanäle übertragen werden, um politische Prozesse für Bürgerinnen und Bürger zugänglicher zu machen.
Abschließend ging er noch auf die Situation der Zink- und Bleihütte in Nordenham ein, die ein zentrales Thema bleibt, da rund 800 Arbeitsplätze betroffen sind. Die „Nordenhamer Hütten-Allianz“, der auch der Landrat angehört, setzt sich parteiübergreifend für den Erhalt des Standorts ein und fordert einen verlässlichen Neustart des Unternehmens.
Ferner wurde der Landrat in der Kreistagssitzung einstimmig als Vertreter des Landkreises Wesermarsch in die Gesellschafterversammlung des Hauses der Hospiz- und Palliativarbeit in Ovelgönne gGmbH gewählt. Im Verhinderungsfall wird dann Sindy Nestler den Landrat vertreten. (Text: Kerstin Seeland, Foto: Michael Bahlo)