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13.07.2026, Lokalredaktion
Zu den Äußerungen der Kreistagsfraktionen von CDU und FDP in einer Pressemitteilung vom 12.07.2026 erklärt Nils Humboldt, Co-Vorsitzender der SPD Wesermarsch und Landratskandidat:
„Ich unterstütze ausdrücklich die Erklärung der Braker Stadtratsfraktionen und des Bürgermeisters Michael Kurz, genauso, wie die inzwischen von der SPD Brake veröffentlichte Erklärung. Ich distanziere mich ausdrücklich von den Äußerungen von Herrn Sentürkler. Seit zehn Jahren bin ich als Mitglied des Nordenhamer Stadtrates entsprechend vertraut mit den Vorgängen in Kommunalparlamenten. Die Aussagen Sentürklers entbehren jedweder faktischen Grundlage und sie streuen Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen. Er ist damit in meinen Augen nicht für das Amt des Bürgermeisters geeignet und sollte seine Kandidatur zurückziehen.
Erst kurz vor Demonstrationsbeginn eröffnete mir Herr Sentürkler eine Redemöglichkeit. Diese habe ich erst nach seinen Worten spontan aufgegriffen, um mehr Sachlichkeit einzubringen. Ich habe in meinem sehr kurzen und, wie gesagt spontanen, Statement ausdrücklich betont, dass sich alle politisch Handelnden aktiv für eine nachhaltige und zukunftsfeste Lösung einsetzen. Hierbei ging es mir gerade nicht um Aufmerksamkeit, sondern darum, dass der überemotionalen Rede von Herrn Sentürkler Sachlichkeit entgegengesetzt wird. In diesem Zusammenhang habe ich Michael Kurz namentlich genannt und hätte ihm gerne auch das Mikrofon direkt gegeben, wenn er sich in der Nähe aufgehalten hätte, was aber leider nicht der Fall war. Somit hatte ich eben keine Chance selbstständig das Mikrofon an Herrn Kurz weiterzugeben. Auch im Anschluss meiner Rede versuchte ich noch mit Herrn Sentürkler darüber zu reden, dass Herr Kurz spricht, wurde aber abgewiesen. Da ich in keinster Weise in die Demo-Organisation eingebunden war, blieb mir, genauso wie auch anderen Demo-Teilnehmenden, nicht mehr als dieser Appell.
Ich selbst habe in den vergangenen Jahren zahlreiche Demonstrationen in Nordenham angemeldet und durchgeführt. Auch in anderen Wesermarsch-Kommunen war ich unterstützend tätig. Hierbei war und bin ich stets um eine gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren, über Parteigrenzen hinweg, bemüht und habe dies auch während der Demo gegenüber Vertreterinnen und Vertretern anderer Parteien ausdrücklich betont.
Ich bedauere ausdrücklich, dass eine Demo, die spontan angemeldet wurde, um die Solidarität mit den Beschäftigten und Patienten des St. Bernhard-Hospitals auszudrücken, aufgrund mangelnder Vorbereitung und Kommunikation des Versammlungsleiters sowie seiner Äußerungen, dieses Ziel nun weniger erreicht hat. Ich danke aber den rund 500 Teilnehmenden aus der ganzen Wesermarsch dafür, dass sie ein starkes Zeichen für ihre medizinische Versorgung gesetzt haben.“
Ergänzend zu den Aussagen Humboldts erklärt Regina Neuke, Co-Vorsitzende der SPD Wesermarsch: „Die SPD-Wesermarsch steht nach wie vor, wie Herr Humboldt und die SPD Brake, an der Seite der Beschäftigten und den Patientinnen und Patienten des St.-Bernhards. Wie wir bereits in unserer Pressemitteilung vom 8. Juli 2026 betont haben, setzen wir uns für eine nachhaltige und zukunftssichere medizinische Versorgung in der Wesermarsch ein. Dies hat Herr Humboldt in seinem Kurz-Statement auf der Demonstration deutlich gemacht und hat dabei ausdrücklich alle Akteure überparteilich genannt. Nun versuchen zwei Kreistagsfraktionen, Herrn Humboldt für die Äußerungen eines Braker Bürgermeister-Kandidaten in Mithaftung zu nehmen.
Dieses wichtige Thema sollte nicht für parteipolitische Schlammschlachten genutzt werden – nicht von Herrn Sentürkler und nicht von den genannten Fraktionen. Es darf nicht passieren, dass sich die demokratischen Parteien in dieser wichtigen Sache trennen lassen. Die SPD Wesermarsch, setzt sich, wie auch ihre Kreistagsfraktion, für eine gemeinsame Lösung im Sinne aller Wesermärschler ein.“ (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)