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02.03.2026, Lokalredaktion
Mehrere Wölfe haben im Raum Lamstedt (Landkreis Cuxhaven) vermutlich eine Schafherde von ihrer Weide vertrieben und die Tiere über mehrere Kilometer gejagt. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen kamen dabei 20 Schafe ums Leben. Unter den verendeten Tieren befanden sich auch hochträchtige Muttertiere. Sieben weitere Schafe wurden verletzt geborgen. Die Herde mit rund 100 Tieren war mutmaßlich von bis zu vier Wölfen von Stinstedt bis in die Dorfmitte von Mittelstenahe getrieben worden.
Angesichts der erneuten mutmaßlichen Wolfsrisse im Landkreis Cuxhaven fordern die CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler (Berne) und Dr. Marco Mohrmann, agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Konsequenzen. „Beim Wolfsmanagement geht der Bund voran“, betont Mohrmann. Mit Blick auf das bevorstehende novellierte Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz fordert die CDU Niedersachsen eine konsequente Umsetzung der neuen rechtlichen Möglichkeiten. „Wir verlangen Jagdzeiten für Wölfe, die Entnahme von Problemwölfen und die Einrichtung wolfsfreier Zonen uneingeschränkt und 1:1 für Niedersachsen“, so Mohrmann, der zugleich Generalsekretär der CDU Niedersachsen ist.
Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) habe im Bundesrat seine Unterstützung für die Gesetzesinitiativen des Bundes signalisiert. Mohrmann warnt jedoch vor „Störfeuern“ aus dem grünen Umweltministerium. Eigene Jagdgesetznovellen dürften das aktive Wolfsmanagement nicht behindern. „Das Bundesgesetz wird alles hergeben, was wir brauchen“, so Mohrmann weiter.
Thümler und Mohrmann fordern die Landesregierung auf, Verantwortung zu übernehmen und einen klaren Fahrplan vorzulegen. „Wenn das neue Bundesrecht in Kraft tritt, muss Niedersachsen unverzüglich einen Managementplan im Interesse der Weidetierhalter und der Menschen im ländlichen Raum präsentieren. Die Zeit, sich hinter EU- oder Bundesrecht zu verstecken, ist vorbei“, betonen die beiden CDU-Abgeordneten. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)