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04.02.2026, Lokalredaktion
Die Digitalisierung ist in der Landwirtschaft längst gelebte Praxis. Eine aktuelle Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen an die Landesregierung zeigt jedoch, dass für Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren weiterhin klare rechtliche Grundlagen fehlen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler betont, dass die Betriebe in der Region bereits heute hochdigital arbeiten, aber verlässliche Regeln benötigen, um autonome Maschinen und moderne Drohnentechnik sicher und rechtssicher einsetzen zu können.
Die Landesregierung stellt fest, dass die bestehenden bundesweiten Vorschriften zum autonomen Fahren ausschließlich für den öffentlichen Straßenverkehr gelten und somit nicht auf landwirtschaftliche Flächen anwendbar sind. Eine spezifische niedersächsische Regelung existiert nicht, und erst die ab 2027 geltende EU-Maschinenverordnung wird verbindliche Vorgaben für autonome Landtechnik schaffen. Auch für Drohnen gibt es bislang keine agrarspezifischen Regelungen.
Positiv bewertet Thümler, dass digitale Inhalte in der landwirtschaftlichen Ausbildung weiter gestärkt werden und große Forschungsinitiativen wie das „KI-Reallabor Agrar“ wichtige Impulse setzen. Entscheidend sei jedoch, dass die Ergebnisse dieser Projekte auch in Regionen wie der Wesermarsch ankommen und dort zur Weiterentwicklung der Betriebe beitragen. Thümler unterstreicht, dass die Landwirtschaft innovationsbereit ist und klare rechtliche Rahmenbedingungen benötigt, damit digitale Technologien ihr volles Potenzial entfalten können. (pm/lr – Foto: KI generiert)