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03.05.2026, Lokalredaktion
In einer Sondersitzung des Agrarausschusses haben SPD und Grüne ihren Gesetzentwurf zur Änderung des Jagdgesetzes und zum Umgang mit dem Wolf vorgestellt. Der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Marco Mohrmann, äußerte dazu deutliche Kritik. Rückendeckung erhält er dabei vom CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler aus Berne, der den Entwurf ebenfalls klar ablehnt. Thümler betonte, dass das Gesetz in der vorliegenden Form nicht zustimmungsfähig sei und die Sorgen im ländlichen Raum verkenne.

Mohrmann zeigte sich besonders enttäuscht darüber, dass eine Petition mit 8.400 Unterschriften sowie fachlich fundierte Hinweise unberücksichtigt geblieben seien. „Dass Rot-Grün die Petition zum Erhalt der Bejagung am Naturerdbau ignoriert, ist sehr enttäuschend. Dabei lagen konstruktive Vorschläge auf dem Tisch, etwa Fachkundenachweise für Hundeführer oder der Einsatz moderner Ortungstechnik für Bauhunde. Die Leidtragenden sind Artenvielfalt und der Schutz von Bodenbrütern.“
Zudem verweist die CDU darauf, dass das Jagdrecht erst 2022 umfassend novelliert worden sei. Eine erneute grundlegende Überarbeitung sei aus ihrer Sicht weder notwendig noch zielführend. „Statt bewährte Regelungen fortlaufend infrage zu stellen, braucht es Verlässlichkeit und Kontinuität für Jäger, Landnutzer und den ländlichen Raum“, so Mohrmann.
Besonders kritisch bewertet die CDU das ausbleibende Populationsmanagement beim Wolf. Nach ihrer Darstellung bleibt der Gesetzentwurf hinter den Ankündigungen der Landesregierung zurück, die Bundesregelungen vollständig umzusetzen. Mohrmann erklärt: „Neben dem Schnellabschuss übergriffiger Wölfe sieht das Bundesjagdgesetz ausdrücklich auch eine Regulierung der stark gewachsenen Population etwa durch die Bejagung von Jungwölfen vor. Dass Ministerin Staudte dies nun kategorisch ausschließt, ist nicht nachvollziehbar.“
Mohrmann macht deutlich, dass im weiteren parlamentarischen Verfahren Nachbesserungen notwendig seien: „Wir erwarten hier eine klare Korrektur. Die Erwartungshaltung im ländlichen Raum ist eindeutig. Wer sie ignoriert, verspielt Vertrauen, statt es zu stärken.“ Thümler unterstreicht diese Forderung und sieht die Landesregierung in der Pflicht, die Belange der Wesermarsch und anderer ländlicher Regionen ernst zu nehmen. (pm/lr – Foto: pixabay)