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13.02.2026, Lokalredaktion
Der CDU-Landesvorstand Oldenburg hat ein neues Grundsatzpapier zur resilienten Energie- und Infrastrukturversorgung verabschiedet. Darin wird das Oldenburger Land als ein Standort von bundesweiter strategischer Bedeutung hervorgehoben. Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler (Berne) betont, dass die Energieversorgung angesichts geopolitischer Spannungen, hybrider Bedrohungen und wachsender Systemkomplexität zu einer zentralen Frage nationaler Sicherheit geworden sei. Staat, Sicherheitsbehörden und Betreiber müssten deshalb enger zusammenarbeiten und klare, verbindliche Rahmenbedingungen erhalten, um Risiken frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.
Das Papier fordert einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, moderner Speichertechnologien und digital steuerbarer Anlagen, um die Robustheit des Energiesystems zu erhöhen und Abhängigkeiten zu reduzieren. Thümler unterstreicht, dass das Oldenburger Land mit seinen Flächen, seiner Infrastruktur und seiner Innovationskraft ideale Voraussetzungen biete, um hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Gleichzeitig weist die CDU darauf hin, dass Energienetze künftig als sicherheitsrelevante Infrastruktur behandelt werden müssen. Netzverstärkungen, Schutztechnik, Ersatzteilpools und Wiederaufbaufähigkeit seien unverzichtbar, weshalb Redundanzen und sicherheitsrelevante Betriebskosten regulatorisch anerkannt werden sollten.
Ein weiterer Schwerpunkt des Papiers ist der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft. Produktion, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff könnten insbesondere für die Industrie im Nordwesten einen entscheidenden Beitrag zur Resilienz leisten. Die CDU fordert daher regionale Wertschöpfungsketten, praxistaugliche europäische Kriterien für den Strombezug und Anreize für netzdienliche Elektrolyseure. Ergänzend hebt das Papier die wachsende Bedeutung von Cybersicherheit und Notfallmanagement hervor. Digitale Angriffe und Systemstörungen erforderten verbindliche Sicherheitsstandards, regelmäßige gemeinsame Übungen und einen nationalen Resilienz-Monitor für Energieinfrastrukturen.
Ein resilienter Energiesektor sei die Grundlage für Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliches Vertrauen, so Thümler weiter. Das Oldenburger Land könne dabei eine tragende Rolle übernehmen und entscheidende Impulse für die nationale Sicherheit setzen. (pm/lr – Foto: Büro Thümler)