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27.01.2026, Lokalredaktion
Zur jüngsten Pressekonferenz der Niedersächsischen Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Bündnis 90/Die Grünen) zum Start ins zweite Schulhalbjahr 2025/2026 erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler (Berne), dass die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen weiterhin auf einem niedrigen Niveau verharrt. Seinen Worten zufolge fällt an vielen Schulen regelmäßig Unterricht aus und verlässliche Planungssicherheit sei für Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern vielerorts kaum noch gegeben. Trotz Neueinstellungen gelinge es der Kultusministerin nicht, spürbare Verbesserungen zu erreichen.
Thümler verweist auf die aktuellen Zahlen der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (Pressestelle der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung, Dienstort Lüneburg)für den Landkreis Wesermarsch, die die strukturellen Probleme deutlich sichtbar machen. Demnach liege die Unterrichtsversorgung insgesamt lediglich bei 96 Prozent. Besonders kritisch sei die Lage an den Oberschulen mit 92,9 Prozent, an den Förderschulen im Bereich Geistige Entwicklung mit 88,9 Prozent sowie an den Integrierten Gesamtschulen mit 93,6 Prozent. Auch die Grundschulen erreichten mit 96,3 Prozent keinen zufriedenstellenden Wert, während lediglich die Gymnasien mit 102,4 Prozent eine Überdeckung aufwiesen.
Thümler schätzt diese Entwicklung als Zeichen für einen weiteren Rückgang der Bildungsqualität ein, während Lehrkräfte durch Ganztagsaufgaben, Verwaltungsarbeit und IT-Themen zusätzlich belastet werden. Die Landesregierung verliere sich im Klein-Klein, anstatt die strukturellen Ursachen endlich anzugehen. Er fordert deshalb einen Kurswechsel, der eine Reform der Lehrkräfteausbildung, ein verbindliches und langfristiges Konzept zur Unterrichtsversorgung sowie eine klare Prioritätensetzung zugunsten des Unterrichts umfasst. Dazu gehöre auch eine Entlastung der Schulen durch mehr Schulsozialarbeit, Verwaltungsassistenz und professionellen IT-Support. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)