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25.06.2026, Lokalredaktion
Der Niedersächsische Landtag hat am Dienstag die Novelle des Niedersächsischen Jagdgesetzes beschlossen. Damit schafft die rot-grüne Koalition auch die Voraussetzungen für ein aktives Wolfsmanagement.
„Wir sorgen dafür, dass Niedersachsen zum 1. Juli handlungsfähig ist. Wir reden nicht nur über Wolfsmanagement – wir setzen es um. Wir verbessern den Weidetierschutz, entschärfen Konflikte und sichern gleichzeitig den Artenschutz“, sagte die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Karin Logemann. Niedersachsen gehöre damit bundesweit zu den Vorreitern.
„Wolfsrudel halten sich nicht an Landkreisgrenzen. Deshalb übernimmt das Land Verantwortung für ein professionelles Management – insbesondere dort, wo Wölfe erhebliche Schäden verursachen“, erklärte Logemann. Sie betonte, dass Wolfsmanagement und Artenschutz kein Widerspruch seien: „Der Wolf hat den günstigen Erhaltungszustand erreicht und ist damit in Niedersachsen keine akut gefährdete Tierart mehr. Gleichzeitig müssen wir die Entwicklung der Population weiterhin genau beobachten – der günstige Erhaltungszustand darf keinesfalls unterschritten werden.“
Das neue Jagdrecht enthalte zahlreiche Verbesserungen: Bürokratie werde abgebaut, Verfahren wie Hegeschauen und Abschusspläne für Rehwild würden vereinfacht. Zudem werde die Regulierung der invasiven Nutria gestärkt, um Schäden künftig besser zu begrenzen. Auch die Wildtierrettung bei der Mahd werde neu geregelt. Beim Tierschutz setze die Reform ebenfalls klare Akzente: Das Hineinlaufen von Jagdhunden in den Naturerdbau bleibt weiterhin untersagt.
„Wir haben die Hinweise aus Wissenschaft und Praxis sehr ernst genommen und einen ausgewogenen Kompromiss gefunden“, so Logemann. Das Gesetz sei im engen Austausch mit den Beteiligten entstanden: „Jägerschaft, Landwirtschaft, Kommunen und Verbände haben ihre Erfahrungen eingebracht. Wir haben zugehört, sorgfältig abgewogen und gezielt nachgebessert. So entstehen tragfähige Lösungen.“
Logemann zog ein positives Fazit: „Dieses Gesetz stärkt die Weidetierhaltung, den Natur- und Artenschutz und damit auch den ländlichen Raum. Niedersachsen schafft die Voraussetzungen für ein Wolfsmanagement, das Probleme löst, statt sie nur zu verwalten.“ (pm/lr – Foto: Büro Logemann)