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17.01.2026, Lokalredaktion
Angesichts der geplanten Änderungen auf Bundesebene zum Umgang mit dem Wolf erklärt die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Karin Logemann: „Die vom Bund angestoßenen Gesetzesänderungen zum Umgang mit dem Wolf sind ein wichtiger Schritt nach vorn. Es ist gut, dass Umwelt- und Landwirtschaftsministerium tragfähige Vorschläge vorgelegt haben, um Länder und Kommunen handlungsfähiger zu machen. Jetzt kommt es darauf an, das Gesetzgebungsverfahren zügig und praxisnah abzuschließen – unter enger Einbindung der besonders betroffenen, wolfsreichen Bundesländer.

In Niedersachsen begleiten wir diesen Prozess konstruktiv, unter anderem im Dialogforum ‚Wolf und Weidetierhaltung‘. Eine Arbeitsgruppe ‚Wolfsmanagement‘ wird sich nun vertieft mit der Umsetzung befassen, um gemeinsam mit den Verbänden Kriterien für einen Managementplan zu entwickeln. Trotz noch offener Detailfragen bereitet Niedersachsen bereits jetzt konkret die Umsetzung vor, um ein regional differenziertes Management praxisnah und zielgerichtet zum Schutz der Weidetierhaltung umsetzen zu können.
Wir werden in Niedersachsen alle Möglichkeiten nutzen, die uns der Bundesgesetzgeber eröffnet. Dazu gehört auch ein verantwortungsvolles Bestandsmanagement sowie ein wirksamer Schutz der Nutztiere – gerade in sensiblen Bereichen wie den Deichen, wo klassischer Herdenschutz an seine Grenzen stößt. Das Land hat klargestellt, dass keine Kürzungen bei der Förderung für den Herdenschutz beabsichtigt sind – etwa bei der Prämie zum Herdenschutz an Deichen. Guter Herdenschutz bleibt auch künftig mit erheblichen Landesmitteln unterstützt.
Entscheidend ist außerdem, dass wir nach Rissereignissen schneller und rechtssicher handeln können. Auch nach Aufnahme ins Bundesjagdrecht – wie bereits seit 2022 in Niedersachsen im Landesjagdrecht – bleibt der Wolf naturschutzrechtlich geschützt. Unser Ziel bleibt ein fairer Ausgleich der Interessen: Wir wollen die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter spürbar entlasten, den Küsten- und Hochwasserschutz sichern und gleichzeitig den günstigen Erhaltungszustand des Wolfes nicht gefährden. Niedersachsen steht für Lösungen mit Augenmaß – handlungsfähig, verantwortungsvoll und im Sinne der öffentlichen Sicherheit.“ (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)