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13.03.2026, Lokalredaktion
Freitag, der 13., hat bis heute einen besonderen Klang. Viele Menschen verbinden das Datum automatisch mit Pech und Pannen – ein Aberglaube, der tief in unserer Kultur verwurzelt ist. Seine Wurzeln reichen weit zurück: In christlichen Überlieferungen galt der Freitag lange als schwieriger Tag, und die Zahl 13 hatte schon immer einen zweifelhaften Ruf. Beim letzten Abendmahl saßen 13 Personen am Tisch, in nordischen Erzählungen bringt ein 13. Gast Unheil, und auch historische Ereignisse wie die Verhaftung der Tempelritter am 13. Oktober 1307 haben den Mythos weiter befeuert.
Trotz dieser Geschichten zeigt die Realität ein anderes Bild. Untersuchungen aus verschiedenen Ländern kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Freitag, der 13., statistisch nicht gefährlicher ist als jeder andere Tag. Weder Polizei noch Krankenhäuser oder Versicherungen melden an diesem Datum mehr Unfälle oder Schadensfälle. Psychologen erklären die anhaltende Faszination damit, dass wir Menschen Muster lieben: Wenn etwas Schlechtes an diesem Tag passiert, bleibt es besonders gut im Gedächtnis. Wenn nichts passiert, fällt es kaum auf.
Trotzdem halten sich viele Rituale hartnäckig. Manche Menschen verschieben Reisen oder wichtige Entscheidungen, andere tragen an diesem Tag lieber einen Glücksbringer in der Tasche. Auch die Angst vor der Zahl 13 zeigt sich weltweit: Hotels verzichten auf eine 13. Etage, Flugzeuge auf die Sitzreihe 13, und in manchen Kliniken sucht man Zimmer Nummer 13 vergeblich. Gleichzeitig gibt es Länder wie Italien, in denen die 13 als Glückszahl gilt – und in Spanien oder Griechenland gilt sogar ein ganz anderer Tag als Unglückstag: der Dienstag, der 13.
So bleibt Freitag, der 13., vor allem eines: ein kulturelles Phänomen, das sich hartnäckig hält, obwohl die Faktenlage nüchtern ist. Und gerade deshalb eignet sich das Datum hervorragend, um auf Themen aufmerksam zu machen, die tatsächlich etwas mit Sicherheit zu tun haben – etwa auf den vorbeugenden Brandschutz oder die regelmäßige Wartung von Rauchwarnmeldern. Denn während der Aberglaube keine statistische Grundlage hat, können funktionierende Sicherheitsmaßnahmen im Ernstfall tatsächlich Leben retten. (Text: Kerstin Seeland)