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09.01.2026, Lokalredaktion
„Die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) ist ein echtes Schwergewicht der Wirtschaftsförderung – und sie wird jetzt noch passgenauer für unsere Regionen“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann. „Gerade für den ländlichen Raum wie die Wesermarsch ist das ein wichtiges Signal.“
Nach der Verständigung von Bund und Ländern wird die GRW grundlegend weiterentwickelt. Ziel ist es, das zentrale Förderinstrument der regionalen Wirtschaftsförderung breiter aufzustellen und strukturschwache Regionen noch besser zu unterstützen.
Besonders erfreulich ist aus Sicht Logemanns, dass der Handwerksbereich künftig eine deutlich stärkere Rolle spielt. „Dass nun auch kleinere Betriebe – etwa Bäckereien – bei Investitionen in klimafreundliche Technik wie Elektroöfen gefördert werden können, ist ein großer Fortschritt. Das stärkt regionale Wertschöpfung und hilft beim Klimaschutz“, so Logemann.
Auch für Kommunen ergeben sich neue Möglichkeiten. Angesichts knapper Haushalte können notwendige Gewerbeflächen vielerorts nicht mehr im gewünschten Umfang entwickelt werden. Künftig können im Rahmen einer Experimentierklausel anteilig auch Kosten für den Grunderwerb gefördert werden. „Das kann gerade unseren Städten und Gemeinden helfen, neue Perspektiven für Ansiedlungen und Arbeitsplätze zu schaffen“, betont Logemann.
Allein im vergangenen Jahr wurden in Niedersachsen mit Hilfe der GRW Investitionen von über 420 Millionen Euro angestoßen und mehr als 650 Arbeitsplätze geschaffen. „Mit der Neuausrichtung wird die Förderung noch wirksamer und setzt wichtige Konjunkturimpulse“, sagt Logemann.
Für das Jahr 2026 stehen in Niedersachsen erneut rund 80 Millionen Euro aus der GRW zur Verfügung. Die neuen Förderoptionen sollen nun zügig in die bestehenden Programme aufgenommen werden und können anschließend bei der Niedersächsischen Investitions- und Förderbank beantragt werden.
Die Wesermarsch ist GRW-Fördergebiet. Kleine Unternehmen werden zu 20% gefördert, mittlere Unternehmen zu 10 % sowie große Unternehmen mit bis zu 200.000 Euro. Unabhängig von der Unternehmensgröße werden Investitionen in Klimaschutz, Energieersparnis sowie Energieeffizienz mit 40% bezuschusst. Die Fördermittelkarte ist unter https://www.deutsche-foerdermittelberatung.de/grw-foerderung zu finden. (pm/lr)