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24.07.2026, Lokalredaktion
Die Seehäfen und die Reedereiwirtschaft stellen sich hinter die Standortallianz für die Flugverbindung Bremen–Frankfurt. Die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen, die Bremische Hafen- und
Logistikvertretung und der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler haben an den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, Carsten Spohr, geschrieben. Weitere Verbände und Unternehmen der maritimen Wirtschaft tragen das Schreiben mit. Darin heißt es: „Der Nordwesten mit seiner starken maritimen Wirtschaft braucht leistungsfähige und direkte Flugverbindungen in die Welt.“
André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, sagt: „Jetzt melden sich die Branchen zu Wort, die den Außenhandel dieses Landes abwickeln. Das wiegt schwer. Unsere Häfen und Reedereien arbeiten für Kunden auf allen Kontinenten, unsere Hochschulen und Institute mit Partnern in aller Welt. Wer diese Kunden erreichen will, muss schnell bei ihnen sein. Frankfurt ist dafür das Tor. Das Land Bremen hat mit knapp 70 Prozent die höchste Exportquote aller
Bundesländer und ist zugleich ein starker Wissenschafts- und Forschungsstandort. Eine Region, die so stark vom Export lebt, darf den Anschluss an das größte deutsche Drehkreuz nicht verlieren.“
Jan Müller, Präsident der Oldenburgischen IHK, sagt: „Unsere Seehäfen und die Reedereiwirtschaft sind systemrelevant. Sie schlagen die Güter des Außenhandels um. Sie sichern die Versorgung mit Lebensmitteln und Energie. Sie tragen die Energiewende. Und sie leisten einen wichtigen Beitrag für Sicherheit und Verteidigung. Gerade international tätige Unternehmen und ihre oft ausländischen Beschäftigten brauchen deshalb eine direkte Anbindung an das weltweite Luftverkehrsnetz.“
Die Lufthansa fliegt seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr zwischen Bremen und Frankfurt. Beide Kammern wollten die Streichung im Juni mit einem gemeinsamen Appell abwenden. Unterzeichnet haben ihn 31 Kammern, Wirtschaftsverbände und Institutionen aus Nordwestdeutschland, angeschlossen haben sich mehr als 400 Unternehmen. Die Gespräche mit der Lufthansa dauern an.
Beide Kammern machen gemeinsam mit den Partnern der Standortallianz weiter. Sie wollen zeigen, was die Verbindung für die Wirtschaft im Nordwesten bedeutet – und im Dialog mit der Lufthansa dafür sorgen, dass die Airline die Strecke Bremen–Frankfurt wieder in den Flugplan nimmt. Den Appell samt aktueller Unterstützerliste finden Sie unter: www.ihk.de/oldenburg/lufthansa-appell (pm/lr – Foto: KI generiertes Symbolbild)