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01.09.2026, Lokalredaktion
Die SPD-Kreistagsfraktion Wesermarsch erhielt in der vergangenen Woche einen umfassenden Einblick in eines der derzeit spannendsten Bauprojekte der Region: Auf dem ehemaligen Grundstück des Busunternehmens Krahl entsteht ein modernes, inklusives Wohnquartier, das neue Maßstäbe für gemeinschaftliches und generationenfreundliches Wohnen setzen soll.

Die Führung über die Baustelle übernahm Regina Neuke, Geschäftsführerin der Wohnungsbau Wesermarsch. Sie erläuterte der Fraktion die architektonischen und sozialen Leitlinien des Projekts, das in enger Kooperation mit der Stiftung Lebensräume Ovelgönner Mühle realisiert wird.
Innovatives Wohnkonzept für ältere Menschen und inklusive Gemeinschaften
Auf dem Areal entstehen barrierefreie Wohnungen in unterschiedlichen Größen, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Ein Teil der Wohnungen ist für Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Lebensräume vorgesehen, die in Ovelgönne bereits seit Jahren ein inklusives Miteinander leben.
Das Projekt verfolgt das Ziel, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen – mit kurzen Wegen, sozialer Einbindung und moderner Infrastruktur. Die Wohnungsbau Wesermarsch setzt dabei auf langlebige Materialien, energieeffiziente Bauweise und klare, funktionale Grundrisse.

Ein Gemeinschaftsraum als Herzstück des Quartiers
Besonders hervorgehoben wurde der geplante Gemeinschaftsraum mit rund 180 Quadratmetern, der bewusst als offener Begegnungsort konzipiert ist. Er soll nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern dienen, sondern auch Vereinen, Initiativen und Dorfgemeinschaften zur Verfügung stehen.
Damit entsteht ein Ort, der das soziale Leben im Ortsteil Ovelgönne stärken und generationsübergreifende Aktivitäten fördern soll – von Kursangeboten über Vereinsabende bis hin zu kulturellen Veranstaltungen.

Baufortschritt und Zeitplan
Regina Neuke zeigte sich optimistisch, dass der Bau planmäßig voranschreitet. Die Fertigstellung und Bezugsfähigkeit des Gebäudes wird Ende September 2027 erwartet. Aktuell laufen die Rohbauarbeiten, parallel werden die technischen Gewerke vorbereitet. Die Bauweise ist auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt, unter anderem durch moderne Dämmkonzepte, optimierte Heiztechnik und eine barrierefreie Erschließung.

Bedeutung für die Region Wesermarsch
Mit dem Projekt entsteht eines der ersten größeren inklusiven Wohnquartiere im Landkreis Wesermarsch. Es verbindet sozialen Anspruch mit zeitgemäßer Architektur und reagiert auf zentrale Herausforderungen der Region: den demografischen Wandel, den Bedarf an bezahlbarem seniorengerechtem Wohnraum und die Stärkung lokaler Gemeinschaften.
Die SPD-Kreistagsfraktion zeigte sich beeindruckt von der Kombination aus sozialem Konzept und baulicher Qualität. Das Projekt gilt als Beispiel dafür, wie kommunale Wohnungsbaugesellschaften innovative Lösungen für gesellschaftliche Veränderungen entwickeln können. (Text: Kerstin Seeland, Fotos: Christoph Hartz)