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14.01.2026, Lokalredaktion
Der SPD-Unterbezirk Wesermarsch hat am Montag einstimmig beschlossen, einen eigenen Kandidaten für die Landratswahl 2026 ins Rennen zu schicken. Mit der Nominierung von Nils Humboldt möchte die SPD den Bürgerinnen und Bürgern der Wesermarsch eine echte Wahlmöglichkeit bieten und die demokratische Vielfalt stärken.
Herausforderungen und Chancen für die Region
Wie viele Kommunen in Niedersachsen steht auch die Wesermarsch vor großen Aufgaben:
– Sicherung von Fach- und Arbeitskräften
– Ausbau der Infrastruktur
– Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung
– Digitalisierung und moderne Bildung
– Wohnraum- und Gesundheitsversorgung
– Klimaschutz und nachhaltige Landwirtschaft
„Wir wollen diese Herausforderungen nicht nur bewältigen, sondern sie auch als Chancen für die Zukunft begreifen“, betont der 40-Jährige, der als Sozialdemokrat in den Wahlkampf geht und nicht als unabhängiger Kandidat. Dabei sei es ihm besonders wichtig, dass Lösungen sozial gerecht gestaltet und als Landrat mit den neun Kommunen sowie den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden. Seinen Führungsstil ist kollegial. „Wir haben gutes Personal im Landkreis mit viel Erfahrung und Wissen, so dass eine gute Zusammenarbeit gewährleistet ist. So kann man eine gute Einheit bilden.“
Ein Kandidat aus der Wesermarsch – für die Wesermarsch
Der designierte Landratskandidat ist fest in der Region verwurzelt und bringt langjährige kommunalpolitische Erfahrung mit. Seit fast zehn Jahren ist er Mitglied des Stadtrates in Nordenham, zudem seit 2023 Co-Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Wesermarsch.
„Ich trete an aus Liebe zur Wesermarsch. Haltung zeigen und Zukunft gestalten – das sind meine Leitmotive“, erklärte Nils Humboldt bei seiner Vorstellung, „Und weil ich hier zuhause bin.“. Bereits 2018 gründete er das Bündnis „Nordenham bleibt bunt“, das sich für Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt einsetzt.
Zukunft gestalten mit Mut und Gemeinschaft
Nils Humboldt betonte, dass die kommenden Jahre entscheidend für die Entwicklung des Landkreises seien. Digitalisierung, soziale Sicherheit, Bildung und Klimaschutz müssten mutig und gemeinsam angegangen werden. „Wir haben in der Wesermarsch enormes Potenzial – eine starke Industrie, eine innovative Landwirtschaft und eine lebendige Zivilgesellschaft. Diese Chancen gilt es zu nutzen, damit wir resilient und zuversichtlich in die Zukunft gehen können.“
Ein starkes Signal
Mit der einstimmigen Empfehlung des Unterbezirksvorstandes setzt die SPD Wesermarsch ein klares Zeichen: Sie will Verantwortung übernehmen und den Bürgerinnen und Bürgern eine echte Wahl bieten.
„Ich begrüße es außerordentlich, dass Nils Humbold unser Landrtskandidat ist“, betont MdL Karin Logemann (SPD). Der frühere Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyffarth beschreibt Nils Humboldt als sehr engagiert mit der Fähigkeit, sich in kürzester Zeit in neue Themengebiete einzuarbeiten und diese schnell umzusetzen.
Persönlicher Hintergrund Nils Humboldt wurde 1985 in Heiligenstadt geboren, absolvierte nach dem Abitur einen Zivildienst in einer Pflegeeinrichtung. Anschließend studierte er Politikwissenschaft, Soziologie und Sozialpolitik in Göttingen, bevor er in Leipzig auf Lehramt mit den Fächern Politik und Geschichte umstieg. Sein Studium schloss er 2015 mit einem Master of Education ab.
Politisches und gesellschaftliches Engagement
Bereits während des Studiums engagierte er sich stark in der Hochschulpolitik und organisierte 2009 den bundesweiten Bildungsstreik in Göttingen. In Leipzig setzte er sich für bessere Arbeitsbedingungen im Call-Center ein und gründete einen Betriebsrat – neben seinem Studium. Seit 2015 lebt er mit seiner Ehefrau Anne und seinen zwei Töchtern (12 und 7) in Nordenham, wo er als Lehrer an der Oberschule Luisenhof arbeitet und sich in seiner Freizeit als Sänger der Band „The Nemos“ engagiert.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert er sich vielfältig:
– Organisation der jährlichen Stolperstein-Reinigung mit Mahnwache, seit 2015
– Stadtrat in Nordenham seit 2016, Vorsitz im Sozialausschuss und Mitglied in weiteren Ausschüssen
– Finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion seit 2017
– Mitgründer des Bündnisses Nordenham bleibt bunt (2018) gegen Rechtsextremismus
– Mitglied im Vorstand des DGB-Kreisverbandes Wesermarsch seit 2018.
Verantwortung in der SPD
2019 übernahm er den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Nordenham und begleitete erfolgreich die Fusion der Ortsvereine. Bei der Kommunalwahl 2021 wurde er erneut direkt in den Stadtrat gewählt und übernahm den Fraktionsvorsitz. Seit 2023 führt er gemeinsam mit Regina Neuke den SPD-Unterbezirk Wesermarsch.
Ein Kandidat aus der Region – für die Region
Mit seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung, seinem gewerkschaftlichen Engagement und seiner tiefen Verwurzelung in der Wesermarsch steht er für eine Politik, die soziale Gerechtigkeit, demokratische Vielfalt und die Zukunftsfähigkeit der Region in den Mittelpunkt stellt.
Der Wahlkampf um das Amt des Landrats hat für den Kandidaten bereits begonnen. In Zukunft möchte er sich bei vielen Veranstaltungen präsentieren und vor Ort auch Haustürwahlkampf machen. „Dies ist eine sehr gute Gelegenheit, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen“, sagt Nils Humboldt. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Regina Neuke, Carsten Seyferth, Nils Humboldt und Karin Logemann