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14.07.2026, Lokalredaktion
Landrat mahnt sachlichen Umgang und zügiges Handeln an
Mitglieder der „AG Gesundheit 2040“ treten zu einer Sondersitzung zusammen
In der Diskussion um die Zukunft der medizinischen Versorgung am Standort Brake mahnt Landrat Stephan Siefken einen sachlichen, respektvollen und lösungsorientierten Umgang mit dem für die gesamte Wesermarsch wichtigen Thema an. Angesichts der angekündigten Schließung des St. Bernhard-Hospitals komme es nun darauf an, schnell die richtigen Weichen für eine verlässliche Gesundheitsversorgung in der Region zu stellen. In der kommenden Woche werden auf Einladung des Landrats die Kreistagsmitglieder der „AG Gesundheit 2040“ sowie Vertreter der Kliniken zu einer Sondersitzung im Kreishaus zusammenkommen.
„Wir sind bereits schnell ins Handeln gekommen, führen Gespräche auf allen Ebenen und brauchen jetzt Ergebnisse. Die Menschen in der Wesermarsch erwarten zu Recht, dass wir uns für tragfähige Lösungen zur Sicherung der medizinischen Versorgung am Standort Brake und der Wesermarsch insgesamt einsetzen. Dafür brauchen wir eine sachliche Debatte und die Bereitschaft aller Beteiligten, Verantwortung zu übernehmen“, betont Siefken.
Die Arbeitsgruppe des Kreistags „Gesundheit 2040“ wird am Dienstag die Folgen der angekündigten Schließung des St. Bernhard-Hospitals und Möglichkeiten für den künftigen Leistungsumfang am Standort erörtern. Ein Aspekt wird aus Sicht des Landrats dabei die Frage sein, welche Auswirkungen die angekündigte Schließung des Krankenhauses auf den Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Wesermarsch haben wird. „Es muss durch kluge und vorausschauende Entscheidungen gelingen, auch künftig eine verlässliche Versorgung und erforderlichenfalls die schnelle Verlegung von Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Dieser Aspekt gehört zwingend zur Entwicklung eines ambulanten und teilstationären Versorgungszentrums am Standort Brake“, so der Landrat.
Ebenso dringlich ist aus Sicht von Stephan Siefken, den Beschäftigten des Krankenhauses zeitnah eine berufliche Perspektive aufzuzeigen. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte benötigten Planungssicherheit. „Jede Woche, die wir verstreichen lassen, erhöht das Risiko, dass qualifizierte Fachkräfte die Region verlassen. Eine solche Abwanderung wäre später nur sehr schwer auszugleichen und würde den Aufbau neuer Versorgungsstrukturen zusätzlich erschweren“, so der Landrat.
Siefken erwartet deshalb auch vom kirchlichen Träger des St. Bernhard-Hospitals, dass er zu seiner Verantwortung steht. „Die Beschäftigten dürfen in dieser Situation nicht allein gelassen werden. Jetzt ist zügiges, gemeinsames Handeln gefragt, um sowohl den Beschäftigten als auch den Patientinnen und Patienten in der Wesermarsch eine verlässliche Perspektive zu geben.“ (pm/lr – Foto: Landkreis Wesermarsch/Bahlo)