Sie können uns unterstützen

20.08.2025, Lokalredaktion
Vor dem Landesparteitag der CDU Niedersachsen am kommenden Wochenende in Osnabrück kritisiert der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler die Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung. Insbesondere die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung lasse viele Fragen offen. „Die Landesregierung lässt die Kommunen bei der Umsetzung des Ganztagsanspruchs im Regen stehen“, so Thümler. „Weder der Bund noch das Land stellen ausreichend Mittel bereit, und die bestehenden Vorgaben wurden nicht entsprechend angepasst. Das ist eine Zumutung für die Träger und letztlich für die Kinder und Eltern.“
Wie bereits CDU-Landesvorsitzender Sebastian Lechner fordert auch Thümler ein Digitalbudget für Schulen, sieht aber weiteren Handlungsbedarf: „Wir brauchen nicht nur digitale Ausstattung, sondern vor allem mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in unseren Schulen“, betont Thümler. „Gerade angesichts der zunehmenden Herausforderungen im Schulalltag ist das dringender denn je.“
Auch die personelle Entlastung durch nichtpädagogisches Personal gehe bislang nicht weit genug: „Viele Schulen warten weiterhin auf Unterstützung durch Verwaltungskräfte. Von einer spürbaren Entlastung kann keine Rede sein.“
Ein bildungspolitischer Schwerpunkt der CDU liegt auf der frühkindlichen Bildung. Gefordert werden verpflichtende Sprachstandserhebungen für alle Vierjährigen, unabhängig davon, ob sie eine Kita besuchen. Kinder mit Förderbedarf sollen künftig verpflichtend an Sprachförderprogrammen teilnehmen – in Kitas, unterstützt durch Grundschullehrkräfte und Sprachförderkräfte. Kinder ohne Kita-Zugang sollen die Förderung in einer Grundschule erhalten. „Unsere Grundschulen stoßen heute schon an ihre Grenzen, weil viele Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen starten“, sagt Thümler. „Wir müssen früher ansetzen und gezielt fördern, bevor die Kinder eingeschult werden.“
Für den Übergang in das Schulsystem setzt die CDU auf eine valide Schullaufbahnempfehlung, basierend auf der professionellen Einschätzung der Lehrkräfte und standardisierten Verfahren. „Der Elternwille bleibt wichtig, aber die Entscheidung muss auf einer soliden pädagogischen Grundlage stehen“, betont Thümler. „Nur so können wir Fehlentwicklungen vermeiden und jedem Kind die passende Schulform ermöglichen“, so Thümler. (pm/lr – Foto: Büro Thümler)