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09.12.2025, Lokalredaktion
Handelsketten drücken Milchpreise – Existenz der Erzeuger gefährdet – LsV, die regionale Untergruppe von ,, Landwirtschaft verbindet“ reagiert:
Die jüngsten Preissenkungen von Lidl und anderen Discountern bei Milch und Milchprodukten sorgen bei uns Milchbauern für große Empörung. Während Verbraucher sich über billigere Produkte freuen sollen, werden die tatsächlichen Kosten dieser Preispolitik direkt auf die Milcherzeuger abgewälzt.
Der aktuell massive Preisverfall bei Butter und Trinkmilch führt dazu, dass unsere Auszahlungspreise unter das Niveau fallen, das zur Deckung unserer Produktionskosten notwendig wäre. Wir finanzieren damit faktisch den Preiskampf des Handels – auf unsere eigene wirtschaftliche Substanz.
Als landwirtschaftliche Betriebe stehen wir unter enormem Druck: steigende Futter-, Energie- und Lohnkosten treffen auf sinkende Erlöse. Viele Höfe arbeiten bereits am Limit. Wenn große Handelsketten den Milchpreis weiter künstlich nach unten treiben, gefährdet das nicht nur einzelne Betriebe, sondern die gesamte Milchwirtschaft in Deutschland.
Wir erwarten vom Handel Fairness und Verantwortung. Es kann nicht sein, dass wir als Erzeuger den Großteil der Wertschöpfung verlieren, während der Handel mit Niedrigpreisaktionen um Marktanteile kämpft. Eine nachhaltige Landwirtschaft ist mit dieser Preispolitik unvereinbar.
Wir fordern daher:
1. kostendeckende Preise vom Hof bis ins Regal.
2. Schluss mit dem Ersticken von Erzeugerpreisen durch die eigene Marktdominanz.
Unsere Höfe sind bereit, hochwertige Lebensmittel zu erzeugen – aber wir können das nur, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Der Handel muss endlich Verantwortung übernehmen. Wer weiterhin auf Kosten der Erzeuger billigt, zerstört die Basis unserer regionalen Lebensmittelversorgung. (pm/lr – Foto: Symbolbild, KI-generiert)