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08.07.2026, Lokalredaktion
Der CDU‑Landtagsabgeordnete Björn Thümler begrüßt das nun vorgelegte Straßenbauprogramm der niedersächsischen Landesregierung, das die wichtigsten Projekte nicht nur für das kommende Jahr, sondern gleich für drei Jahre umfasst. Insgesamt fließen bis 2029 rund 500 Millionen Euro in Straßen, Brücken, Radwege und weitere Infrastruktur des rund 8000 Kilometer langen Landesstraßennetzes. Nach Björn Thümlers Worten zeigt das Programm deutlich, dass auch die Wesermarsch spürbar profitiert. Rund 10 Millionen Euro sind hier vorgesehen.
„Gute Straßen und sichere Brücken sind bei uns in der Wesermarsch keine Selbstverständlichkeit, sondern täglich gelebte Notwendigkeit. Wer hier wohnt, weiß, wie sehr Erreichbarkeit zählt – für den Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt. Umso mehr freue ich mich, dass die Wesermarsch bei diesem Programm so konkret berücksichtigt wird“, erklärte die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann.
Ab 2027 werden fünf Maßnahmen umgesetzt, die zusammen 4,4 Millionen Euro umfassen. Dazu gehören die Sanierung der L 855 zwischen Seefelderaußendeich und Seefeld sowie zwischen Schwei und Norderschwei, die Erneuerung der L 865 von Oldenburg nach Huntorf, die Modernisierung der L 866 zwischen Neuenhuntorf und Huntebrück und die Aufnahme der L 867 von Hude nach Neuenkoop in das Programm.
Im Jahr 2028 folgen sechs weitere Projekte aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität mit einem Gesamtvolumen von 5,65 Millionen Euro. Dazu zählen die Fahrbahnerhaltung der L 855 zwischen Kötermoor und Schwei sowie die Ortsdurchfahrt Schwei, die Sanierung der L 864 zwischen Jade und Jaderkreuzmoor und zwischen Huntorf und Nordermoor sowie zwei Maßnahmen an der L 875, darunter der Abschnitt zwischen Neuendeel und Altenesch und die L 875/B 212 in Motzen. Auch diese Projekte stärken nach Thümlers Einschätzung die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur im Landkreis.
Möglich wird diese Investitionsoffensive durch die Kombination aus regulärem Landeshaushalt und dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Künftig stehen dem Landesstraßenbau rund 170 Millionen Euro jährlich zur Verfügung, sodass jedes Jahr 200 bis 300 Kilometer sanierungsbedürftiger Fahrbahnen erneuert werden können. Ziel ist es, bis zum Ende der Laufzeit des Sondervermögens rund 2000 Kilometer besonders kritischer Landesstraßen zu modernisieren. Für die Wesermarsch bedeutet das nach Björn Thümlers Worten einen klaren Modernisierungsschub und eine nachhaltige Stärkung der regionalen Infrastruktur.
„Das sind keine abstrakten Zahlen im Landeshaushalt – das sind zwölf konkrete Maßnahmen in unserer Region, die Menschen täglich nutzen. Dass Bund und Land jetzt mit dem Sondervermögen die Möglichkeit schaffen, diesen Sanierungsstau planbar und in großem Umfang anzugehen, ist genau das richtige Signal“, sagte Logemann.
Ein besonderer Vorteil des neuen Programms ist die Planungssicherheit über drei Jahre hinweg. Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger wissen frühzeitig, welche Maßnahmen wann kommen – und die Bauwirtschaft kann sich entsprechend vorbereiten. Bis zum Ende der Laufzeit des Sondervermögens sollen landesweit rund 2.000 Kilometer Landesstraßen angegangen werden.
„Natürlich bringen Baustellen auch Einschränkungen mit sich und Umleitungen sind für die Menschen vor Ort manchmal belastend. Aber das ist der Preis dafür, dass unsere Infrastruktur dauerhaft sicher und leistungsfähig bleibt. Wer den Sanierungsstau immer weiter vor sich herschiebt, macht es am Ende nur teurer und gefährlicher. Niedersachsen macht das jetzt richtig“, betonte Logemann abschließend. (pm/lr – Foto: Büro Thümler)
Foto: Saniert wird auch die L 864 von Huntorf nach Nordermoor auf einer Länge von 5,3 Kilometern für 1,5 Millionen Euro (pm/lr – Foto: Büro Thümler)