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27.10.2025, Lokalredaktion
Angesichts neuer Fälle von Geflügelpest in Niedersachsen ruft die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann die Menschen in der Wesermarsch zur Vorsicht auf. Besonders für die vielen Geflügelhalterinnen und -halter in der Region Weser-Ems gelte es jetzt, aufmerksam zu bleiben und die Hygieneregeln konsequent einzuhalten.

„Das Virus ist inzwischen dauerhaft in der Wildvogelpopulation in Europa verbreitet. Mit dem Herbstzug steigt das Risiko, dass sich die Geflügelpest auch in unsere Region einschleppt, deutlich an“, erklärt Logemann. „Klar ist, dass besonders in den geflügelreichen Gebieten mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden muss, um die Betriebe zu schützen, aber auch für die Wesermarsch gilt Vorsicht.“
Besonders warnt die Abgeordnete davor, tote oder kranke Wildvögel anzufassen oder Hunde und Katzen mit ihnen in Kontakt kommen zu lassen. „Auch wenn das Virus für Menschen in der Regel ungefährlich ist, kann es für Haus- und Nutztiere gefährlich werden“, so Logemann. Funde von toten Wildvögeln sollten daher dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden, das die notwendigen Untersuchungen veranlasst.
Zudem erinnert Logemann daran, dass klinische Auffälligkeiten in Geflügelbeständen unverzüglich dem Veterinäramt gemeldet werden müssen, das gilt auch für private Züchter. Nur so könne eine schnelle Reaktion und Eindämmung erfolgen. „Biosicherheit muss jetzt oberste Priorität haben“, betont sie.
Auch die Jägerinnen und Jäger in der Wesermarsch bittet die Abgeordnete um Mithilfe: Auffällige oder verendete Wildtiere wie Füchse, Marder oder Waschbären sollten zur Untersuchung an das Lebensmittel- und Veterinärinstitut des LAVES weitergeleitet werden. „Das Monitoring hilft uns, das Infektionsgeschehen besser zu verstehen und gezielt zu reagieren“, erklärt Logemann.
Hintergrund: In Niedersachsen wurden im Oktober mehrere Fälle von Geflügelpest bestätigt – unter anderem in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg, Diepholz und Heidekreis. Die betroffenen Landkreise haben die erforderlichen Schutzmaßnahmen angeordnet. Eine landesweite Aufstallpflicht besteht derzeit nicht.
„Die Vogelgrippe ist kein Problem, das nur andere Regionen betrifft“, warnt Logemann. „Auch bei uns in der Wesermarsch müssen wir wachsam bleiben und Verantwortung übernehmen – im Sinne der Tiergesundheit und der gesamten Region.“ (pm/lr)