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13.05.2026, Lokalredaktion
Die jährlichen regionale Kennzahlen für den gesamten Bezirk beinhalten auch die des Zollamts Brake.
Über 300 Kilogramm Rauschgift wurden dem kriminellen Handel entzogen – 18 Millionen Euro festgestellter finanzieller Schaden aus straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit
Auch angesichts unsicherer Zeiten und globaler Krisen schützt der Zoll Menschen in unserem Land und die heimische Wirtschaft. Dabei kann der Zoll schon lange nicht mehr auf seine traditionelle Arbeit an Grenzübergängen wie z.B. an Flug- und Seehäfen reduziert werden. „Die Wahrnehmung der vollzugsrechtlichen Aufgaben wie etwa die Kontrollen im grenznahen Raum oder die Bekämpfung der Schwarzarbeit prägen auch weiterhin das Aufgabenportfolio im Bezirk des Hauptzollamts Oldenburg. Mit unserer Kernaufgabe als Einnahmeverwaltung des Bundes stellt sich unser Tätigkeitsspektrum jedoch sehr viel breiter und facettenreicher dar,“ erklärt Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg.
Grotheer weiter: „Das Hauptzollamt Oldenburg steht im nordwestlichen Niedersachsen für eine reibungslose Abfertigung des regulären internationalen Warenverkehrs, schützt Bürger und Umwelt vor schädlichen oder gefährlichen Schmuggelgütern, erhebt Steuern für die Handlungsfähigkeit des Staates und setzt sich mit der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit für einen fairen Wettbewerb ein.“
Erfolgreiche Bilanz bei den Steuereinnahmen: über drei Milliarden Euro
Rund 700 Zöllnerinnen und Zöllner vereinnahmten in einem Zuständigkeitsbezirk von über 12.100 qkm mit 1,75 Mio. Einwohnern über drei Mrd. Euro. Steuergelder, die eine finanzielle Leistungs- und Handlungsfähigkeit unseres Gemeinwesens mittragen.
Auf die klassische Steuer für die Einfuhr von Waren aus Ländern außerhalb der Europäischen Union – den Zoll – entfallen dabei rund 201,8 Mio. Euro. Die in diesem Zusammenhang zu erhebende Einfuhrumsatzsteuer betrug rund 2,3 Mrd. Euro.
Die nachfolgende Übersicht trägt die gesamten Steuereinnahmen des Jahres 2025 zusammen:
Zölle: 201,8 Mio. Euro, Einfuhrumsatzsteuer: 2,3 Mrd. Euro, Verbrauchsteuern 418,6 Mio. Euro, (z.B. Energie-, Strom-, Tabak, Alkohol- und Biersteuer), Verkehrsteuern (inkl. Kraftfahrzeugsteuer): 96,3 Mio. Euro entspricht einem Steueraufkommen von insgesamt rund 3,4 Mrd. Euro.
Finanzkontrolle Schwarzarbeit
Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze. Obwohl sie sich der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben entziehen, profitieren Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber von der staatlichen und vor allem sozialen Infrastruktur. Die Prüfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls gehen gegen diese Ungerechtigkeit vor: „Unser Einsatz hilft, faire Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen und reguläre Beschäftigung bei gerechter Bezahlung zu sichern.“ erläutert Frau Grotheer.
Durch die FKS des Hauptzollamts Oldenburg kam es im Jahr 2025 zu annähernd 450 Prüfungen von Arbeitgebern, rund 7.500 Arbeitnehmer wurden am Arbeitsplatz zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Der festgestellte finanzielle Schaden aus den daraus resultierenden straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen liegt bei rund 18 Millionen Euro.
1.319 Strafverfahren konnten durch den Einsatz der FKS im vergangenen Jahr eingeleitet werden; 1.358 Strafverfahren kamen zum Abschluss. Einleitung und Abschluss von Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten stehen im zahlenmäßigen Verhältnis von 643 zu 632. Darin enthalten sind Verfahren, die wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz Einleitung fanden. Insgesamt 665.000 Euro an Geldstrafen sowie 526.000 Euro an Buß- und Verwarngeldern wurden durch die FKS erwirkt; 182 Monate an Freiheitsstrafen wurden festgesetzt. (pm/lr – Foto: Archivbild Zoll)