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08.07.2026, Lokalredaktion
SPD-Wesermarsch und SPD Ortsverein Brake zur angekündigten Schließung des St. Bernhard Hospitals Brake
„Dies ist ein schwerer Schlag für Brake und die Wesermarsch.“ Die Co-Vorsitzenden der SPD Brake Ioanna Terzi und Uwe Peglau zeigen sich bestürzt und der SPD-Co-Vorsitzende der Wesermarsch und Landratskandidat Nils Humboldt ergänzt: „Ein tiefer Einschnitt für die medizinische Versorgung in der Region und insbesondere für die Beschäftigten, ihre Familien sowie die Patientinnen und Patienten.“
Die Schließung hätte gravierende Folgen: längere Anfahrtswege für Patientinnen und Patienten und erhebliche Nachteile insbesondere für ältere Menschen, Familien und Notfallpatienten. Gleichzeitig verlieren zahlreiche engagierte Beschäftigte ihren Arbeitsplatz oder müssen weite Wege zu neuen Arbeitsstätten in Kauf nehmen. „Ein Krankenhaus ist weit mehr als ein wirtschaftlicher Betrieb – es ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge“, erklärt Peglau und Terzi ergänzt: „Die Menschen in Brake und der Wesermarsch müssen sich darauf verlassen können, im Notfall schnell und wohnortnah medizinisch versorgt zu werden.“
Für die SPD-Wesermarsch und den Ortsverein Brake gilt es nun aber tragfähige Lösungen zu finden. Humboldt: „Wir müssen entschlossen für die Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch handeln und alle an einen Tisch holen.“ Welche Lösungen können Land und Kreis, beispielsweise für ein Klinik-Modell mit stationären und ambulanten Behandlungsmöglichkeiten erarbeiten? Kann dabei Helios eingebunden werden? Kann das Fachpersonal in neue oder bestehende Angebote integriert werden? Welche Auswirkungen hat die Schließung auf die Notfallversorgung und wie reagiert der Rettungsdienst darauf?
Und auch die Frage nach der weiteren Verwendung der für Brake zugesagten Fördermillionen des Landes
sind nun offen. Humboldt erklärt hierzu: „Diese Gelder müssen nach wie vor in die Wesermarsch fließen, für stationäre und ambulante Angebote in Brake, aber auch für eine Wiedereröffnung einer Geburtsstation.“
Nach Auffassung der SPD müssen nun vom Kreistag und allen Handelnden Lösungen erarbeitet werden. „Diese müssen schnell gefunden und dann auch aktiv und transparent angegangen werden – ohne Denkverbote und im Sinne der Patientinnen und Patienten in der gesamten Wesermarsch“, so Humboldt.
Die SPD fordert Bund und Land auf, gemeinsam mit den kommunalen Verantwortungsträgern
alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die stationäre Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch dauerhaft sicherzustellen. Dem Krankenhausträger kommt ebenfalls eine besondere Verantwortung zu. „Er muss seinen Beitrag dazu leisten, eine tragfähige Lösung zu finden, die Arbeitsplätze und medizinische Versorgung sichert“, erklärt Terzi.
„Krankenhausplanung darf sich nicht ausschließlich an wirtschaftlichen Kennzahlen orientieren, sondern muss die Bedürfnisse der Menschen im ländlichen Raum in den Mittelpunkt stellen“, so Peglau weiter. „Unser Respekt gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses und ihrer hohen Professionalität für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Wir stehen an ihrer Seite und kämpfen um die Arbeitsplätze im Gesundheitswesen“, so Terzi, Peglau und Humboldt abschließend. (pm/lr)